Brauchtum

Unabhängig von Corona: Politik soll weniger Osterfeuer erlauben

Ob es in diesem Jahr in Vreden zum traditionellen Abbrennen der Osterfeuer kommt, ist wegen Corona noch unklar. Fest steht aber schon jetzt, dass die Zahl deutlich reduziert werden soll.
Im Kreis Borken sollen zu Ostern deutlich weniger Feuer erlaubt werden. Auch in Vreden berät sich die Politik zeitnah dazu. © Archiv

Osterfeuer sind eine jahrhundertealte Tradition. Sie fallen unter die Rubrik „Brauchtumspflege“ und werden daher in aller Regel genehmigt. Doch seit einigen Jahren gibt es einen Trend, der die Kommunen und vor allem Umweltschützer beunruhigt. „Die Anzahl der Osterfeuer ist viel zu hoch. Mittlerweile hat jede Nachbarschaft ihr eigenes. Allein in Vreden reden wir fast von einer dreistelligen Zahl“, erklärt Klaus Ahler, Leiter des städtischen Ordnungsamts.

Das Thema ist schon länger bekannt und wird in zahlreichen Stadt- und Gemeinderäten bald auf der Tagesordnung stehen – so auch in Vreden. „Die Verwaltung arbeitet gerade an einer Sitzungsvorlage. Schon Mitte Februar könnte die Politik darüber beraten“, so Ahler. Das Problem, das durch die vielen Osterfeuer entsteht, liegt auf der Hand.

Hohe Feinstaubbelastung stört Umweltschützer

Das Umweltministerium und der Naturschutzbund (NABU) beklagen unter anderem eine zu hohe Feinstaubbelastung durch das Abbrennen des Holzes. Nach welchen Kriterien Osterfeuer erlaubt oder eben verboten werden, ist noch völlig offen. „Die Entscheidung liegt in den Händen des Rates“, erklärt der Ordnungsamtsleiter.

Unklar ist auch, ob in diesem Jahr überhaupt Osterfeuer genehmigt werden. Im vergangenen Jahr kippte die Landesregierung wegen der Corona-Pandemie den traditionellen Brauch in NRW. „Ich denke, dass die Corona-Schutzverordnung in dieser Hinsicht zeitnah Gewissheit bringen wird“, glaubt Klaus Ahler.

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.