Stau an der Kreuzung Winterswyker Straße: Umgestaltung soll es richten

dzGaxelino

Die Kreuzung an der Winterswyker Straße soll effektiver werden. Ein Fahrradtunnel, ein freilaufender Rechtsabbieger, eine Fußgängerampel und eine neue Einmündung sollen die Lösung sein.

Vreden

, 07.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eineinhalb Stunden Vortrag im Ausschuss, 13 Seiten Vorlage und ein fünfteiliger Beschluss. Die Umgestaltung der Kreuzung Winterswyker Straße/Ringstraße ist ziemlich komplex. Hier sind die Eckpunkte der Planung:

  • Fußgängerampel und Querungshilfe am Fasanenweg
  • Rechtsabbiegerspur ohne Ampel vom Industriegebiet kommend
  • Fahrradtunnel unter der Ringstraße
  • Einmündung in die Straße Tenbusch wird verlegt
  • Vier bis sechs Meter hohe Lärmschutzwand
  • Neues Regenrückhaltebecken am Amselweg

Fußgängerampel und Querungshilfe am Fasanenweg

Verkehrsplaner Hartmut Leiking vom Büro nts konnte im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss eine neue Entwicklung bekannt geben. Es geht um die Stelle, wo Birkhahnweg, Fasanenweg und Winterswyker Straße aufeinander treffen. Hier sollen bald Fußgänger und Fahrradfahrer die vielbefahrene Straße überqueren.

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„Der Kreis Borken ist der Meinung, dass hier im Moment keine Ampel notwendig ist. Aber weil wir auch die Entwicklung des Industriegebietes sehen müssen, wird sie irgendwann notwendig sein. Also bauen wir sie schon jetzt“, erklärte Hartmut Leiking. Damit wird ein Wunsch der Anwohner erfüllt. Die geplante Ampel springt nur auf Anforderung an.

Rechtsabbiegerspur ohne Ampel

Eine neue Struktur der Kreuzung soll dafür sorgen, dass sich der Verkehr ins und aus dem Industriegebiet Gaxel an der Ampel nicht mehr so stark staut. Wer von der Winterswyker Straße nach rechts auf die Ringstraße abbiegen will, soll das bald ohne Anhalten tun können.

Die Rechtsabbieger aus dem Industriegebiet sollen künftig an keiner Ampel mehr halten müssen.

Die Rechtsabbieger aus dem Industriegebiet sollen künftig an keiner Ampel mehr halten müssen. © Markus Gehring

Dafür wird ein sogenannter Einfädelungsstreifen angelegt. Die Auto- und Lkw-Fahrer können dann abbiegen und sich auf der Ringstraße in den Verkehr einfädeln – ohne Ampel.

Fahrradtunnel unter der Ringstraße

Die Unterführung für Radfahrer ist das Herzstück der Planung und des Projektes Gaxelino. Fahrradfahrer sollen so ohne Anhalten in Richtung Industriegebiet fahren können. Die Strecke soll dadurch attraktiver werden.

Fahrradfahrer sollen hier künftig nicht mehr über die Straße, sondern drunter her fahren.

Fahrradfahrer sollen hier künftig nicht mehr über die Straße, sondern drunter her fahren. © Markus Gehring

Der Radweg entlang der Ringstraße bleibt erhalten und führt mit einer Brücke über den kreuzenden Radweg an der Winterswyker Straße.

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Damit das möglich ist, muss die gesamte Kreuzung um circa 80 Zentimeter angehoben werden. „Das wird man im Straßenbild nicht sehen, aber löst für uns einige Probleme“, erklärt Hartmut Leiking. Zum einen kann die Steigung des Fahrradweges in den Tunnel niedrig gehalten werden. Zum anderen gibt es kein Problem mit dem Grundwasser, weil der Radweg nicht so tief gelegt werden muss.

Einmündung in die Straße Tenbusch wird verlegt

Im Moment liegt die Einmündung in die Straße Tenbusch direkt vor, beziehungsweise hinter der Kreuzung. Um die Situation etwas zu entspannen, soll diese verlegt werden – und zwar weiter von der Kreuzung weg. Autofahrer sollen künftig in Höhe des heutigen Parkplatzes des Kindergartens in den Tenbusch oder ins neue Wohngebiet Pirolstraße abbiegen können.

Vier bis sechs Meter hohe Lärmschutzwand

Für das Thema Lärmschutz war Jürgen Gesing vom Büro Wenker und Gesing zuständig. Damit die Grenzwerte komplett eingehalten werden, wäre eine Lärmschutzwand in Höhe von bis zu sechs Metern notwendig.

Doch der Experte empfiehlt eine andere Lösung: „Mit einer vier Meter hohen Wand könnte man die Grenzwerte im Erdgeschoss eingehalten. Im Obergeschoss müsste man dann auf passiven Lärmschutz setzen, also zum Beispiel auf Schallschutzfenster.“

Neues Regenrückhaltebecken am Amselweg

Damit Platz für die Fahrrad-Unterführung ist, muss das Regenrückhaltebecken verlegt werden. Als neuen Standort schlägt Hartmut Leiking den ehemaligen Spielplatz am Amselweg vor. Andere Standort habe er geprüft, sie seien jedoch nicht sinnvoll.

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