An der Sekundarschule kommen die Schüler im tageweisen Wechsel. © Sekundarschule
Wechselunterricht

Sekundarschule: Wer Montag zur Schule kommt, bleibt Dienstag zu Hause

Seit einer Woche läuft der Wechselunterricht an der Vredener Sekundarschule. Tageweise wechseln sich die Schüler ab. Das war für die Schulleitung mit viel Organisation verbunden.

Wechselunterricht ist die Devise der Stunde. Seit dem 15. März dürfen alle Schüler wieder zur Schule gehen – zumindest an manchen Tagen. Die Sekundarschule Vreden hat sich für einen tageweisen Wechsel entschieden. Wer also montags in die Schule geht, bleibt dienstags zu Hause. In der folgenden Woche ist es dann umgekehrt.

„Dafür haben wir alle Klassen in zwei Gruppen aufgeteilt“, berichtet Linda Hilbring, didaktische Schulleiterin. Dabei habe sie auch darauf geachtet, dass Geschwisterkinder möglichst in derselben Gruppe landen. Dann müssen diese wenigstens an denselben Tagen zur Schule kommen und so wird es für Eltern von mehreren Schulkindern einfacher. „Das hat aber leider nicht immer geklappt, schließlich gibt es auch noch Fächer, die gewählt wurden und wo es dann wieder andere Gruppen gibt“, sagt die didaktische Schulleiterin.

Hybrid-Unterricht ist in einigen Fällen möglich

Der Stundenplan bleibt wie gehabt. Für die Lehrer bedeutet das, dass sie zum Beispiel an zwei Montagen hintereinander dieselbe Stunde halten – nur eben vor anderen Schülern. Auch im Distanzunterricht gilt der Stundenplan. Die Schüler, die zu Hause bleiben, haben nämlich nicht frei. „Sie bekommen für die Fächer, die auf dem Stundenplan stehen, Aufgaben für den jeweiligen Tag“, sagt Linda Hilbring.

Doch auch Hybrid-Unterricht ist möglich. Die Fachlehrer können je nach Unterrichtsstoff entscheiden, ob sich die Klassenkameraden zu Hause per Video zu der Stunde dazuschalten. „Der Fokus soll aber auf den Schülern vor Ort liegen“, so Linda Hilbring.

Schüler haben „enormen Austauschbedarf“

Das Ganze ist also mit einer enormen Organisationsarbeit verbunden. „Aber wir alle sind so froh, dass wir uns wieder sehen können“, sagt sie. Die Betreuung und Begleitung der Schüler sei in Präsenz eben schlicht einfach. Der Wechsel sei aber erst einmal gewöhnungsbedürftig. „Wir müssen jetzt sehen, dass wir die Kinder wieder an die gewohnten Strukturen heranführen.“

Die zumindest freuen sich, endlich wieder ihre Freunde zu treffen. „Der Austauschbedarf ist momentan sehr hoch“, sagt Linda Hilbring lachend. Das Fachliche gerate da schon mal in den Hintergrund. Doch das komme wieder, da ist sich die didaktische Schulleiterin ganz sicher.

Sie hofft jetzt, dass die Schnelltests für die Schüler bald regelmäßig geliefert werden und so der Wechselunterricht aufrechterhalten bleiben kann. „Schule lebt einfach von Personen“, sagt sie.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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