Eine Lösung für die Pausensituation an der Sekundarschule in Vreden lässt auf sich warten. © Markus Gehring
Sekundarschule Vreden

Schulleiterstelle: Bezirksregierung würdigt beide Stellungnahmen

Unterschiedliche Stellungnahmen von Schulausschuss und Schulkonferenz zu den Bewerbern um die Leitung der Sekundarschule Vreden wird die Bezirksregierung erhalten. Diese Behörde entscheidet.

Die unterschiedlichen Präferenzen von Schulkonferenz und Schulausschuss zur künftigen Leitung der Vredener Sekundarschule sorgen weiter für Fragen und Diskussionen. Die Schüler aus der Schulkonferenz suchten am Montag das Gespräch mit den Bürgermeister, die Elternvertreter sind zu einer Zoom-Konferenz eingeladen. Trotz allem: Die Entscheidung liegt bei der Bezirksregierung.

In der vergangenen Woche hatte Elternpflegschaftsvorsitzender Knut Milas bekannt gemacht, dass sich die Schulkonferenz und der Schulausschuss – jeweils nicht-öffentlich – in den Stellungnahmen für die Bezirksregierung unterschiedlich positioniert hatten. Die Schulkonferenz hatte sich ohne Gegenstimme für die Bewerberin ausgesprochen, die an der Schule tätig ist, im Schulausschuss hatten sich die Kommunalpolitiker für einen externen Bewerber entschieden.

Entscheidung „nicht ganz nachzuvollziehen“

Aus Elternsicht sei es auch eine Woche nach der Entscheidung im Schulausschuss so, dass diese „nicht ganz nachzuvollziehen ist“, beschreibt Andrea Hannemann, neben Knut Milas Elternpflegschaftsvorsitzende, im Telefonat mit der Redaktion. Zum einen seien die Vertreter der Schulkonferenz „nah dran“ an der Sekundarschule im Gegensatz zu den Kommunalpolitikern, und zum anderen gebe es auch bei ihr persönlich die Sorge, ob es aus Elternsicht gut sei, gleich zwei leitende Stellen mit „Neuen“ zu besetzen. Stichwort Kontinuität.

„Das sehen viele mit großer Sorge“, sagt Andrea Hannemann mit Blick darauf, dass Leitung und Stellvertretung zu besetzen sind. Denn die Sekundarschule sei auf einem guten Weg und habe einen guten Ruf. Alle Elternpflegschaftsvorsitzenden sollten nun zu einer Zoom-Konferenz eingeladen werden, „da beantworten wir die Fragen, die wir beantworten können“, blickt die Vredenerin voraus.

Die Schüler aus der Schulkonferenz waren am Montag zu einem Gespräch bei Bürgermeister Tom Tenostendarp eingeladen. Die Redaktion erreichte den Bürgermeister bis Redaktionsschluss nicht, um zu erfahren, wie das Gespräch gelaufen war.

Schulleiterstelle: Bezirksregierung würdigt beide Stellungnahmen

Wenn beide Stellungnahmen bei der Bezirksregierung in Münster vorliegen, sagte Diana Seibert-Tombült von der Pressestelle, „dann werden beide gleichwertig berücksichtigt“. „Das Ziel ist natürlich in der Regel eine einvernehmliche Lösung“, betonte Diana Seibert-Tombült mit Blick auf die Situation in Vreden.

Generell sei es so, dass bei Bewerbungen um Schulleiterstellen die Bezirksregierung zunächst prüfe, ob bei den Bewerbern alle Kriterien erfüllt seien. Die Bezirksregierung informiert sehr ausführlich auf ihrer Internetseite über die Voraussetzungen für die Bewerbung um ein Schulleitungsamt. Demnach muss ein sogenanntes „Eignungsfeststellungsverfahren“ erfolgreich absolviert worden sein.

Personalrat wird zunächst von Bezirksregierung informiert

Wenn die Verantwortlichen der Bezirksregierung zu einer Entscheidung über die Leitung einer Schule gekommen seien, werde zunächst der Personalrat informiert. Wegen dieses Ablaufs wollte die Pressesprecherin auch keine Prognose darüber abgeben, wann die Entscheidung zur Leitung der Vredener Sekundarschule öffentlich wird.

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Anne Winter-Weckenbrock

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