Schulcampus: Umsetzung rückt näher, doch die Politiker sind sich immer noch nicht einig

dzSchulzentrum Vreden

Für die neue Sporthalle am Schulzentrum auf der anderen Seite der Berkel muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Doch die Politiker haben immer noch viel Kritik an den Plänen.

Vreden

, 06.03.2020, 13:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es geht voran im Schulzentrum. Der erste Schritt der Umgestaltung ist die neue Sporthalle auf der Fläche des ehemaligen Abenteuerspielplatzes an der Widukindstraße. Doch bevor tatsächlich gebaut werden kann, müssen die planerischen Voraussetzungen geschaffen werden.

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Im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss hat sich jedoch gezeigt, dass sich beim Thema Schulcampus noch immer die Geister scheiden. Denn nicht alle Fraktionen sind mit der beschlossenen Variante einverstanden. Knackpunkt ist genau die besagte Halle auf der anderen Seite der Berkel.

„Die ist überflüssig und die dafür erforderliche Brücke ist rausgeschmissenes Geld“, sagte Hendrik Mulder (FDP) ganz deutlich. Außerdem habe er rechtliche Bedenken bezüglich der Sportalle auf der von Wohnhäusern umgebenen Fläche. „Damit verlieren wir nur Zeit“, meinte er.

Die vom Rat verabschiedete Variante sieht den Bau einer Zweifachhalle jenseits der Berkel vor. Dafür wird der Bau einer Brücke erforderlich.

Die vom Rat verabschiedete Variante sieht den Bau einer Zweifachhalle jenseits der Berkel vor. Dafür wird der Bau einer Brücke erforderlich. © Stadt Vreden

Auch Reinhard Laurich (SPD) war gegen die Planung: „Verdichtung ist wichtig und diese Fläche brauchen wir für Wohnraum, nicht für eine Sporthalle.“

Platz im Schulzentrum sparen

Ganz anders sah das die CDU. „Das ist die richtige Variante, weil wir so den Platz im Schulzentrum sparen. Man kann nicht vorhersehen, wie sich der Bedarf der Schulen entwickeln wird“, sagte Heinrich Wildenhues.

Dieser Satz brachte Elmar Kampshoff (UWG) regelrecht auf die Palme: „Das kann ich nicht ernst nehmen. Denn Sie verweigern seit Jahren ein Gutachten zur Schulentwicklung.“ Die UWG beantragt seit drei Jahren bei jeder Haushaltsberatung ein solches Gutachtes, das die CDU jedoch jedes Mal mit einer anderen Begründung abgelehnt hat. „Die Argumentation ist ein Kartenhaus, das nun in sich zusammenfällt“, so Elmar Kampshoff.

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Am Ende stimmten CDU und Grüne mit zwölf Stimmen dafür, einen Bebauungsplan für die Sporthalle auf dem ehemaligen Abenteuerspielplatz aufzustellen. SPD, FDP und UWG stimmten mit sechs Stimmen dagegen.

Damit hat der Ausschuss auch eine öffentliche Beteiligung beschlossen. Die Bürger können also ihre Meinung, Kritik und Wünsche an die Stadt richten.

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