Für die Postboten und Paketzusteller ist der Schnee eine echte Hürde. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Schneechaos

Schnee erschwert Post-Zustellung weiterhin – aber Besserung in Sicht

Briefträger und Paketzusteller haben mit dem Schnee besonders zu kämpfen. In Ahaus und Umgebung blieben daher viele Briefkästen leer. Die Lage scheint sich aber allmählich zu entspannen.

Die Sonne strahlt, aber die Temperaturen bleiben frostig. Daher machen die Massen von Schnee, die zum Wochenstart auf das Westmünsterland fielen, auch weiterhin keine Anstalten, von den Straßen zu verschwinden. Briefträgern erschwert das die Arbeit enorm. Viele Briefkästen in Ahaus und Umgebung blieben auch am Donnerstag (11. Februar) noch leer.

Auf Anfrage erklärt Rainer Ernzer, Pressesprecher der Deutsche Post DHL Group, die aktuelle Lage: „Am Montag ist nach den starken Schneefällen nichts gelaufen.“ Probleme habe es nicht nur bei der Zustellung gegeben, sondern auch die Logistik stieß an ihre Grenzen. „Das Lkw-Fahrverbot, das auf Autobahnen galt, hat es unmöglich gemacht, die Briefe nachts in die Verteilzentren zu bringen“, so Ernzer. Montags falle aber generell nur extrem wenig Post an, weshalb die Situation „nicht ganz so tragisch“ gewesen sei.

Seit Dienstag Mitarbeiter wieder unterwegs

Ab Dienstag fuhr die Deutsche Post den Betrieb wieder hoch. „Erste Kollegen waren wieder unterwegs, allerdings noch stark eingeschränkt, weil viele Straßen und Bürgersteige noch nicht geräumt waren“, berichtet der Pressesprecher. Erst seit Mittwoch sind wieder alle Zusteller im Einsatz. Das sei aber noch nicht gleichbedeutend damit, dass alles wieder zu 100 Prozent glatt laufe.

„Unsere Mitarbeiter müssen sicher zu den Häusern kommen können. Daher sind wir darauf angewiesen, dass die Bürgerinnen und Bürger ihrer Streu- und Räumpflicht nachkommen“, erklärt Rainer Ernzer. Das sei auch gegen Ende der Woche noch nicht immer der Fall. Für die Post gilt die Devise: Die Gesundheit steht an erster Stelle.

Gespräch mit Nachbarn suchen

Damit möglichst schnell wieder alle Abläufe reibungslos funktionieren, empfiehlt der Post-Pressesprecher: „Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn. Der Bürgersteig muss überall geräumt sein. Sonst kann es sein, dass der Briefträger eine ganze Straße auslassen muss, weil er an einer Stelle nicht durchkommt.“

Eine Sorge kann er den Postkunden auf jeden Fall nehmen: „Weggeschmissen wird nichts. Sollte eine Zustellung aktuell nicht möglich sein, werden die Briefe und Pakete zu einem späteren Zeitpunkt gebracht.“ Nicht verantwortlich sei das Unternehmen für das eventuelle Verstreichen von Fristen. „Da ist die Deutsche Post außen vor. Außer bei Express-Lieferungen gibt es für unsere Kunden keine Garantie, wann der Brief oder das Paket ankommt.“

Einschränkungen auch beim Kurierdienst

Auch beim Kurierdienst „Brief und mehr“ kommt es seit Wochenbeginn zu Einschränkungen. „Am Montag und Dienstag konnten wir die Post bei unseren Kunden nicht abholen. Auch eine Zustellung war wegen der hohen Schneedecke unmöglich“, erklärt Marco Morocutti, Geschäftsführer Lokalfunk/Brieflogistik bei „Brief und mehr“. Seit Mittwoch fährt auch hier der Betrieb aber wieder hoch.

„Wir geben alle unser Bestes, aber gerade Bauerschaften und kleine Nebenstraßen sind weiterhin schwer zugänglich. Gerade mit dem Fahrrad ist fast nichts zu machen“, so Morocutti. Auch er spricht eine Garantie aus: „Wir werden jetzt wieder regulär abholen und zustellen. Nur manchmal wird es zu Laufzeitverzerrungen kommen.“ Der Geschäftsführer hofft darauf, dass sich die Lage in den nächsten Tagen aber vollständig normalisiert. „Wir sehen, dass es fast stündlich besser läuft.“

Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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Johannes Schmittmann

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