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Ravenbitter geht mit Klaus und Christoph Hellenthal in die nächste Generation

Der feine Kräuterbitter Ravenbitter ist so etwas wie eine Vredener Kulturkonstante: Seit bald 200 Jahren wird er unverändert destilliert. Inzwischen führen Klaus und Christoph Hellenthal die Familientradition fort. Immer samstags öffnen sie ihr kleines Geschäft an der Wassermühlenstraße.
11.07.2020
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Besonders stolz ist Klaus Hellenthal auf ein originales Brandeisen der Firma H. Terrahe. Der Heimatverein Vreden hat es ihm als Leihgabe überlassen. In solchen Reisefässern wurde der Kräuterschnaps bis ins Ruhrgebiet verkauft, als Glasflaschen noch zu teuer und unhandlich waren. "Wenn mal so ein Fass vom Wagen gefallen ist, passierte nicht viel", sagt Klaus Hellenthal. Flaschen wären sofort zerbrochen und waren damals noch zu teuer. © Stephan Teine
Der Münsteraner Klaus Hellenthal (59) stieß bei der Ahnensuche in Vreden auf den besonderen Schnaps. Sofort kam ihm die Idee, die Familientradition fortzuführen.© Stephan Teine
Flaschen aus verschiedenen Jahrhunderten. Seit 1957 ist die BIldmarke mit dem Raben übrigens geschützt. Und noch heute sind die Flaschen nur echt mit der Unterschrift von Firmengründer Hermann Terrahe.© Stephan Teine
In diesem Ledermäppchen wurde 1826 das Urrezept verschenkt. Dsa Hochzeitspaar Gerhard Schütte und Maria Anna Borries bekamen es von dem Vredener Apotheker Christoph Rave. Seither wird es in der Familie weitergegeben.© Stephan Teine
42 Volumenprozent Alkohol stecken hinter dem Ravenbitter. Heute wird er auch mit verschiedenen anderen Getränken gemischt getrunken.© Stephan Teine
Der schwarze Rabe gehört seit 1957 fest zum Ravenbitter. Damals wurde die Bildmarke geschützt. Auch im Geschäft an der Wassermühlenstraße wacht er über die Produktion.© Stephan Teine
Wieviel Klaus und Christoph Hellenthal produzieren, verraten sie nicht. "So viel, dass in den Regalen keine Lücke entsteht", ist das einzige, was Klaus Hellenthal dazu sagt.© Stephan Teine
Mit dem Geschäft in der Wassermühlenstraße 3 hat sich Klaus Hellenthal einen Traum erfüllt. Die Mischung aus Lokal, Geschäft und Museum ist genau das Richtige, glaubt er.© Stephan Teine
Ravenbitter ist eine echte Vredener Kulturkonstante. Was sich in den Flaschen genau verbirgt, wird allerdings nicht verraten. Das hält nicht nur Klaus Hellenthal so. Das ist Familientradition.© Stephan Teine
Besonders stolz ist Klaus Hellenthal auf ein originales Brandeisen der Firma H. Terrahe. Der Heimatverein Vreden hat es ihm als Leihgabe überlassen. In solchen Reisefässern wurde der Kräuterschnaps bis ins Ruhrgebiet verkauft, als Glasflaschen noch zu teuer und unhandlich waren. "Wenn mal so ein Fass vom Wagen gefallen ist, passierte nicht viel", sagt Klaus Hellenthal. Flaschen wären sofort zerbrochen und waren damals noch zu teuer. © Stephan Teine
Da gibt es keine Kompromisse: Die Destillerie hinter dem Verkaufsraum an der Wassermühlenstraße darf niemand betreten. Ganz zu schweigen davon, dass Klaus Hellenthal auch nur eine Silbe des Rezepts verraten würde.© Stephan Teine
Im Geschäft an der Wassermühlenstraße bietet Klaus Hellenthal neben dem Ravenbitter, der feinen Anisette, Marmelade und Pralinen auch andere Spirituosen aus dem Münsterland an. Außerdem gibt es einige Fanartikel.© Stephan Teine
Früher wurden die Etiketten noch mit Leim verklebt, um die Flaschen wiederzuverwenden. Heute gibt es den Ravenbitter in Einwegflaschen mit simplen Klebeetiketten. "Man muss sich eben auch an die Lebensmittelvorschriften halten", sagt Klaus Hellenthal. Außerdem sei die Produktion so günstiger. © Stephan Teine
Ein Blick auf das breite Angebot der Destillerie Hermann Terrahe Söhne aus Vreden: Curacaos, Danziger Goldwasser oder Kirsch-Rum werden aber heute nicht mehr produziert. "Zu aufwendig und zu speziell", sagt Klaus Hellenthal.© Stephan Teine
Das Geschäft an der Wassermühlenstraße ist eine Mischung aus Museum, Laden und Ausschank. "Die Coronakrise macht es leider unmöglich, sonst würden hier samstags regelmäßig Treffen stattfinden", sagt Klaus Hellenthal.© Stephan Teine
"Trinkt Ravenbitter", eine Kneipen-Werbung aus vergangenen Jahren. Schon damals ging es aber um Genuss und nicht um Maßlosigkeit. Eine andere Werbung rät dazu, höchstens zwei der hochprozentigen Schnäpse zu trinken: "Nimm eins, nimm zwei, doch keine drei, Das könnte Dich betrügen: Denn Geist ist drin – das steht dabei – Er könnte dich besiegen."© Stephan Teine
Ravenbitter und die feine Anisette – gemeinsam ergeben sie das Vredener Visitenschnäpsken: "Nich so bitter un nicht so sööte." Den Schnaps schenken die Vredener seit Jahrhunderten ihren Besuchern ein.© Stephan Teine