Rat stimmt Zuschuss für Essen auf Rädern zu, äußert aber auch Kritik

dzEssen auf Rädern

Der Rat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend einen Zuschuss für das Angebot Essen auf Rädern beschlossen. Ganz zufrieden sind die Ratsmitglieder mit der Lösung aber nicht.

Vreden

, 30.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Stadt wird zwei Drittel der Finanzierungslücke für das Angebot Essen auf Rädern übernehmen. Das hat der Rat in seiner Sitzung am Donnerstagabend beschlossen. Einige Ratsmitglieder äußerten aber auch Kritik.

Gertrud Welper (Grüne) war noch immer sauer auf das Klinikum Westmünsterland, das im April überraschend angekündigt hatte, das Essen auf Rädern in Vreden komplett einzustellen.

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Reinhard Laurich, Fraktionsvorsitzender der SPD, kritisierte zum einen die Kirchengemeinde. „Mit ihrem Mitglied im Aufsichtsrat haben sie das Problem ja quasi mit verursacht“, meinte er. Auch das Klinikum Wesmünsterland kam nicht gut weg: „Die sind kein Teil der Lösung und die Stadt soll nun die Zeche zahlen.“

Anerkennung für die ehrenamtlichen Fahrer

Ähnlich sah es auch Elmar Kampshoff (UWG): „Das Klinikum zahlt einen kleinen Obulus und ist damit raus aus der ganzen Geschichte.“ Bis zum Jahresende nämlich trägt das Klinikum Westmünsterland noch die Kosten für die ehrenamtlichen Fahrer. Danach übernimmt die Kirchengemeinde die Trägerschaft, die Abrechnung, die Versicherungspflicht und ein Drittel der Fahrtkostenpauschalen für die Fahrer.

Die CDU legte den Fokus hingegen auf die positiven Aspekte. „Wir anerkennen und schätzen das Engagement der Fahrer. Dass die Kirchengemeinde nun einspringt, ist nicht selbstverständlich“, sagte Hermann-Josef Sönnekes. Der Beschluss, dass die Stadt rund 10.000 Euro Zuschuss zahlen soll, fiel am Ende einstimmig.

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