Rat entscheidet am Freitagabend über E-Center und Widukindstadion

dzWidukindstadion und Bierbaumgelände

Für die letzte Ratssitzung 2019 haben sich die Vredener Politiker noch einmal zwei große Themen vorgenommen. Es geht um die Zukunft an zwei neuralgischen Punkten in der Stadt.

Vreden

, 13.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn der Rat am Freitagabend, 13. Dezember, zu seiner letzten Sitzung für 2019 zusammenkommt, gibt es zwei Themen, die wohl zum Dreh- und Angelpunkt der Sitzung werden. Sie beschäftigen die Vredener Politik schon seit langem und haben für einigen Wirbel gesorgt:

  • Die Zukunft des Bierbaum-Geländes: Der Rat diskutiert am Freitagabend darüber, ob der innerstädtische Versorgungsbereich ausgeweitet wird und sich damit ein großes E-Center auf dem Grundstück ansiedeln darf. Investor Max Stroetmann aus Münster will dort einen Supermarkt mit bis zu 2500 Quadratmetern ansiedeln.

Gleichzeitig will er dort in Mehrfamilienhäusern 100 bis 120 Wohnungen zwischen 35 und 95 Quadratmetern Größe errichten. Citymanagement und die Vredener Wirtschaftsvereinigung hatten die mögliche Ansiedlung dort sehr kritisch gesehen.

Der Geschäftsführer der Supermarktkette K+K hatte sogar mit einer möglichen Klage gegen die Ansiedlung gedroht. Im vergangenen Bauausschuss hatten die Politiker mit hauchdünner Mehrheit dafür gestimmt, die Planung zu ermöglichen.

  • Das weitere Vorgehen am Widukindstadion: Nach der langen Diskussion und den Bürgerentscheid zum Widukindstadion gibt es noch drei mögliche Varianten für die Neugestaltung. Klar ist, dass die Schulstraße erhalten bleiben soll, im Schulzentrum eine zentrale Leichtathletikanlage mit Kreisbahn erhalten bleibt und keine Drei- oder Vierfachhalle zwischen den Schulen gebaut wird.

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  • Offen ist nun noch, wo die neuen Sporthallen gebaut werden sollen. „Mit Blick auf die Kosten unterscheiden sich die drei Entwürfe nicht wesentlich“, heißt es von der Verwaltung. Die Ratsleute sollen sich in dieser Sitzung nun für die Variante entscheiden, die gebaut werden soll.

Weitere Themen auf der Tagesordnung

Daneben geht es aber auch noch um eine ganze Reihe weiterer Punkte. Unter anderem um diese:

  • Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch wird den Entwurf der Haushaltssatzung in den Rat einbringen.
  • Für die geplante Fußgängerbrücke über den Stadtgraben am Kult soll der Rat eine überplanmäßige Ausgabe gewähren.
  • Für die Vergabe von städtischen Baugrundstücken sollen neue Vergabekriterien festgelegt werden.
  • Die FDP-Fraktion hat beantragt, ein Wirtschaftsförderungskonzept für die Stadt Vreden aufzustellen. Es soll als Grundlage dienen, um für die Unternehmen gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Daran soll auch ein Leitbild für ein umfassendes Standortmarketing

Da es sich um die letzte Ratssitzung in diesem Jahr handelt, ist der Beginn wie üblich vorgezogen worden. Die Sitzung fängt bereits um 17 Uhr im Ratssaal an.

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