"Prima Klima" schaffen

Vreden Vreden als "NRW-Klimakommune der Zukunft" - diese Vorstellung gefiel den Ratsmitgliedern nur zu gut. Einstimmig und mit dem Gefühl, eine gute Bewerbung losschicken zu können, stimmten sie jetzt dem Vorschlag der Verwaltung zu, sich an dem NRW-Wettbewerb "Aktion Klimaplus" zu beteiligen.

03.07.2008, 19:06 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Im Differenzierungskurs Energie haben sich diese Neuntklässlerinnen des Gymnasiums Georgianum mit Energie aus Sonne und Wind beschäftigt und kleine Modelle entwickelt. Bald soll auf dem Flachdachgebäude hinter ihnen eine Photovoltaikanlage errichtet werden, die mit Schautafeln versehen wird und so auch für den Unterricht genutzt werden soll.  Stroetmann</p>

<p>Im Differenzierungskurs Energie haben sich diese Neuntklässlerinnen des Gymnasiums Georgianum mit Energie aus Sonne und Wind beschäftigt und kleine Modelle entwickelt. Bald soll auf dem Flachdachgebäude hinter ihnen eine Photovoltaikanlage errichtet werden, die mit Schautafeln versehen wird und so auch für den Unterricht genutzt werden soll. Stroetmann</p>

Das Landesumweltministerium suche darin eine Kommune im ländlichen Raum, die in einem Modellprojekt Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel umsetzen wolle, informierte Dr. Christoph Holtwisch. Mit etwa 100 Bewerbungen aus ganz Nordrhein-Westfalen werde gerechnet, ergänzte der Erste Beigeordnete - der auch Umweltwissenschaftler ist.

"Vreden ist eine exemplarische Kommune", betonte Holtwisch. Schon seit 1997 sei die Stadt Mitglied im kommunalen Klima-Bündnis, und der Klimawandel sei bisher in den kommunalen Entscheidungsprozessen als wichtig erachtet worden. Aber eben als Querschnittsthema - und somit sei "ein Portfolio diverser Maßnahmen mit einer deutlich erkennbaren Schwerpunktsetzung" erstrebenswert, stellte er sein Ziel dar. Vreden habe eine Menge getan - von der klimafreundlichen Mobilität per Bürgerbus über das ökologische Wegerandstreifenprogramm bis hin zum Aktionsprogramm zur energetischen Gebäudesanierung.

Anlage auf Schuldach

Auch das neueste kommunale Projekt - eine Photovoltaikanlage, die ein privater Investor auf dem Dach des Gymnasiums betreiben können soll - fügte er der Aufzählung hinzu. Gleichwohl: Vieles, von der Optimierung des Energieverbrauchs öffentlicher Gebäude bis hin zur "sonnenfreundlichen" Bauplanung, könne noch verbessert werden.

"Schiere Begeisterung" habe die Ratsvorlage bei den Grünen ausgelöst, berichtete Fraktionsvorsitzende Helma Benke. Und wenn es "wider Erwarten" nicht klappen sollte mit dem Sieg beim Wettbewerb, "dann ist es gut, dass wir verstärkt über das Thema nachgedacht haben", betonte sie. Gute Chancen sah auch Heinz Gewering (CDU) - "wo wir doch mit Dr. Holtwisch einen ausgezeichneten Fachmann im Hause haben". Reinhard Laurich (SPD) begrüßte die Idee, betonte aber dass es wichtig sei, die Bevölkerung mit zu nehmen. "Da steckt Herzblut drin", lobte Elmar Kampshoff (UWG) die von Dr. Holtwisch erstellte Kurzbewerbung. ewa

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