Die Polizei hat in Gaxel eine halbe Tonne Feuerwerkskörper sichergestellt. Das Foto zeigt die Gegenstände, nachdem die Beamten sie an einem Ort zusammengetragen hatten. © Polizei Borken
Polizeieinsatz

Polizei stellt in Gaxel eine halbe Tonne Feuerwerkskörper sicher

Rund 500 Kilogramm Feuerwerkskörper hat die Polizei auf einer Hofanlage in Gaxel sichergestellt. Die explosiven Gegenstände waren alles andere als sachgerecht gelagert.

Eine halbe Tonne Feuerwerkskörper hat die Polizei in Gaxel sichergestellt. Bereits kurz vor dem Jahreswechsel rückten die Beamten zu einer Hofanlage in der Vredener Bauerschaft aus. Das teilt die Polizei jetzt mit.

Der Tipp kam aus dem Nachbarland. Die niederländische Polizei gab der Kreispolizeibehörde Borken den Hinweis, dass ein Niederländer in Vreden explosive Stoffe widerrechtlich lagern solle. Konkret unter Verdacht stand ein 34-jähriger Mann aus Winterswijk, der bei Recherchen in den Niederlanden aufgefallen war.

Die deutschen Beamten observierten daraufhin die Hofanlage in Gaxel. „Es war eine kurze Observation. Wir wollten ja nicht nur die Feuerwerkskörper sicherstellen, sondern auch die Person dazu antreffen. Deswegen haben wir gewartet, bis die Person vor Ort war“, schildert Dietmar Brüning von der Polizeipressestelle das Vorgehen.

Feuerwerkskörper nicht sachgerecht gelagert

Den Ermittlungen zufolge ist der 34-jährige Niederländer nicht der Eigentümer des Hofes in Gaxel. Er hat aber einen Teil der Anlage angemietet. Dort fanden die Einsatzkräfte tatsächlich zahlreiche Feuerwerkskörper – insgesamt circa eine halbe Tonne.

Ein Teil davon lagerte in einem Seecontainer. „Einiges lag aber auch einfach in einem Schuppen“, sagt Dietmar Brüning. Und genau das ist das Problem: Die explosiven Stoffe wurden nicht sachgerecht gelagert.

Ersten Erkenntnisse zufolge handelt es sich um Feuerwerkskörper der Klassifizierung 2 sowie der Kategorien F3 und F4 im Sinne des Sprengstoffgesetzes. „Diese sind nicht für den Hausgebrauch geeignet, sondern für professionelle Zwecke gedacht“, sagt der Sprecher der Polizei.

Landeskriminalamt wird die Feuerwerkskörper analysieren

Sie dürfen nur von Personen mit einer Pyrotechnik-Ausbildung abgebrannt werden. Ob der 34-jährige Niederländer diese hat, müssen nun die Ermittlungen zeigen.

Das Landeskriminalamt NRW wird die Feuerwerkskörper zudem genau untersuchen, um festzustellen, ob es sich eventuell um illegale Gegenstände handelt. Freiverkäuflich waren die Raketen und Böller auf jeden Fall nicht.

Die Tatortgruppe des LKA hat den qualifizierten Abtransport der Gegenstände übernommen. Sie werden nun analysiert und dann vernichtet. Die Ermittlungen auf beiden Seiten der Grenze dauern nach Angaben der Polizei an.

Es besteht der Verdacht, dass der 34-Jährige in den Niederlanden noch weitere illegale Lager angelegt hat. Der Winterswijker ist aber vorerst wieder auf freiem Fuß. „Es liegen derzeit keine Haftgründe vor“, sagt dazu Dietmar Brüning.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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