Ohrwürmer aus der Welt der Musik Amerikas begeistern das Publikum in Vreden

dzKonzertabend

Amerika hat mit seiner Musik im 20. Jahrhundert das musikalische Gesicht Europas geprägt. Das führte der Verein „Filmmusikfest Vreden“ im Theater- und Konzertsaal in Vreden eindrucksvoll vor.

Vreden

, 13.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein Abend voller Ohrwürmer aus der Welt der Musik Amerikas. „I Like to be in America“ lautete der Titel des Abends, ein Hit aus der „West side Story“.Moderator Peter Lütkemeier hatte es an diesem Abend nicht ganz leicht mit den vielen Namen und Titeln.

Dafür hatten die Gesangssolisten Gerrit Hericks, Jan Rogler, Hannah Leser und Brigitte Oelke die besten Möglichkeiten, sich mit den Klassikern aus diesem Musical von Leonard Bernstein stimmlich von der besten Seite zu zeigen. Hericks stammt aus Vreden.

Es gab spannende Kontraste zu bestaunen

Oelke leuchtete nicht nur mit ihren feuerroten Haaren in den Saal, sondern sie begeisterte auch durch ihr Temperament und durch ihre soulig-starke Stimme. „Tonight“ und „Maria“ aus diesem Musical aus dem Jahr 1957 wurden dadurch zu Highlights des insgesamt vierstündigen Konzertabends.

Spannend war der Kontrast zur reinen instrumental-symphonischen Fassung, die Bernstein 1961 als „Sinfonische Tänze“ zum Musical geschrieben hatte. Das Orchester „Neue Philharmonie Westfalen“ unter der Leitung von Helmut Imig glänzte auch hier ganz ohne Gesang mit seinen starken Streichern und einer ausgeprägt virtuosen Bläser- und Schlagwerkbesetzung.

Viele Klassiker standen auf dem Programm

Ein weiterer Klassiker war „Rhapsody in Blue“, 1924 von Georges Gershwin komponiert. Rainer Klaas machte als Solopianist daraus eine ganz eigene Interpretation, in dem er in seinen Solopartien Jazz mit anderen Strömungen Amerikas verknüpfte zu spanneneden Sequenzen.

Ohrwürmer aus der Welt der Musik Amerikas begeistern das Publikum in Vreden

Brigitte Oelke begeisterte durch ihr Temperament und durch ihre soulig-starke Stimme. © Elvira Meisel-Kemper

Legendär wurde auch die Musik zum Film „Spiel mir das Lied vom Tod“, die Ennio Morricone schrieb. Statt der berühmten Mundharmonika übernahm die Sopranistin Andrea C. Kwade diesen Part mit einer lautmalerischen, stimmgewaltigen Arie.

Die Stimmung stieg Stück für Stück an

Gegen Ende des langen Abends stieg die Stimmung merklich an. Jens Soerensen schlüpfte stimmlich und mimisch in die Rolle von Frank Sinatra. Annemieke van Dam sang aus dem Musical „Elisabeth“ den Klassiker „Ich gehör nur mir“ und Der Rheder Chor „The Original Sinners“ heizte mit „Oh Happy day“ ein.

Und so ganz nebenbei klang in dem humorvollen Grußwort von Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch auch noch das Angebot durch, Imig und seinem Orchester in Vreden einen Bauplatz anzubieten, damit sie nicht mehr so weit reisen müssten. „Vor rund 10 Jahren hatte ein kleiner Kreis die Idee für diesen Verein. Sie haben seitdem wirklich Großes auf die Beine gestellt“, lobte Holtwisch Lütkemeier als Vorsitzenden des Vereins.

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