Neue Rettungswache neben dem Krankenhaus kostet 985.000 Euro

dzRettungswache Vreden

Aus dem Hinterhof zum Vorzeige-Objekt: Die Rettungswache ist von der Oldenkotter Straße neben das Krankenhaus und das Gesundheitszentrum gezogen. Am Dienstag wurde die Übergabe gefeiert.

von Horst Andresen

Vreden

, 16.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Kreis Borken als Träger des Rettungswesens lässt sich nicht lumpen: Für eine neue Rettungswache in Vreden am St.-Marien-Hospital und Gesundheitszentrum hat er 985.000 Euro investiert, davon 50.000 Euro für die Einrichtung. Am Dienstag war Übergabe an das Rote Kreuz im Kreis Borken, das weiter eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung in Vreden und Umgebung sicherstellt.

Das Team der  Rettungswache Vreden bei der Übergabe

Das Team der Rettungswache Vreden bei der Übergabe © Horst Andresen

Landrat Dr. Kai Zwicker war es ein „besonderes Anliegen“, dem DRK-Kreisverband in Corona-Zeiten „mit höchster Beanspruchung“ ein Kompliment auszustellen: Die Hilfsorganisation sei für viele und kurzfristige Testungen immer zur Stelle gewesen, ob in Kitas, Schulen oder für Schlachthof-Mitarbeiter. Und sie habe organisatorisch alles im Griff gehabt. Zwicker: „Anstrengende Monate sind hinter uns, die wir gut bewältigt haben.“

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Das Thema Gesundheit sei ein außergewöhnlich „kostbares Gut“, habe sich auch in der Corona-Pandemie gezeigt. Umso wichtiger sei es, für vernünftige Rahmenbedingungen zu sorgen, wie etwa mit der neuen Wache auf einer Fläche von 377 Quadratmetern. Das sei dem Kreis Borken eine Herzensangelegenheit.

Wache hat eine Fläche von 377 Quadratmetern

Vredens Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch sagte, dass der neue Standort An’t Lindeken gut in die gesamte Infrastruktur passe, nach vorheriger Unterbringung an der Oldenkotter Straße. Sie sei eher mit einem „Hinterhof-Standort“ vergleichbar gewesen.

Landrat Kai Zwicker, DRK-Vorstand Jürgen Puhlmann und Bürgermeister Christoph Holtwisch bei der Feier zur Übergabe der Rettungswache Vreden am neuen Standort An't Lindeken.

Landrat Kai Zwicker, DRK-Vorstand Jürgen Puhlmann und Bürgermeister Christoph Holtwisch bei der Feier zur Übergabe der Rettungswache Vreden am neuen Standort An't Lindeken. © Horst Andresen

Jetzt könnten auch die Straßen zu den Dörfern „gut und schnell erreicht“ werden. Die sogenannte „Hilfsfrist“ werde jetzt in 95 Prozent der Einsätze eingehalten, betont der Kreis Borken. Sie sieht vor, dass nach Alarmierung über die Kreisleitstelle innerhalb zwölf Minuten der Rettungsdienst in 90 Prozent „relevanter Einsätze“ vor Ort sein soll; angestrebt würden 95 Prozent – und erreicht.

940 Einsätze im vergangenen Jahr gefahren

Holtwisch wünschte den DRK-Rettern um Wachleiter Christoph Gottsky „sogar weniger Einsätze: Das haben wir jedoch nicht in der Hand“. Laut Kreis wurde die Wache Vreden im Vorjahr zu 940 Einsätzen gerufen, davon 353 mit Notarzt-Unterstützung, plus 44 Krankentransporte.

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DRK-Vorstand Jürgen Puhlmann schwärmte von der neuen Wache: „Sie ist um Klassen besser als die alte mit top Bedingungen. Das ist ein großartiger Tag für das Rote Kreuz im Kreis Borken.“

Zahlen und Konzept

Zahlen zur Rettungswache Vreden: Baukosten 935.000 Euro, Einrichtung 50.000 Euro, keine Förderung durch Dritte. Fläche: 377 Quadratmeter, konzipiert für bis zu zehn weibliche und männliche Rettungskräfte plus Ehrenamtler; bei Desinfektionsmaßnahmen können reine von unreinen Bereichen getrennt werden („Schwarz-Weiß-Trennung“); Küche für Verpflegung im 24-Stunden-Betrieb.

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