Mehr verunglückte Radfahrer, weniger Unfallfluchten: Zehn Fakten zur Unfallstatistik

dzUnfälle in Vreden

Genau 93 schwere Unfälle gab es im Jahr 2019 in Vreden. Wie viele Personen dabei verletzt wurden, wer beteiligt war und was die Unfallursachen waren, hat die Polizei analysiert.

Vreden

, 05.03.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Zahl der Unfälle im Kreis Borken ist leicht gestiegen. Genau 11.395 Mal und damit 574 Mal öfter als im Vorjahr hat es im Jahr 2019 gekracht. Auch die Unfälle in Vreden weist die Statistik der Kreispolizei Borken aus. Hier kommen zehn Fakten.

Fakt 1: Mehr schwere Unfälle auf Vredener Straßen

Zu 93 schweren Unfällen ist es im vergangenen Jahr in Vreden gekommen. Dazu zählen alle Unfälle, bei denen jemand verletzt wurde oder es zu einem schwerwiegenden Sachschaden gekommen ist. Die Zahl ist im Vergleich zum Jahr 2018 leicht gestiegen: Damals waren es 88 schwere Unfälle.

Kreisweit steht Vreden auf dem sechsten Platz von 17 Kommunen. Die meisten Unfälle gab es in Bocholt (383), die wenigsten in Legden (20).

Fakt 2: 106 Personen bei Verkehrsunfällen verletzt

Bei 87 Unfällen wurden im vergangenen Jahr in Vreden Personen verletzt. Das sind 16 Verkehrsunfälle mit Personenschaden mehr als noch 2018. Und auch die Zahl der Verletzten ist gestiegen: von 81 auf 106.

Fakt 3: Deutlich mehr Leichtverletzte

Der Anstieg ist vor allem bei den Leichtverletzten zu sehen. Von 62 auf 86 ist hier die Zahl gestiegen. Bei den Schwerverletzten ist die Veränderungen hingegen marginal. 18 waren es im Jahr 2018, 19 im Jahr 2019.

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Fakt 4: Ein tödlicher Unfall in Vreden

Ein Unfall in Vreden endete im vergangenen Jahr tödlich. Dabei ist ein Mensch gestorben. Auch 2018 gab es bereits einen Unfall mit einem Todesopfer, nachdem zuvor zwei Jahre lang niemand in Vreden bei einem Verkehrsunfall sein Leben verloren hatte. Kreisweit sind im vergangenen Jahr 20 Personen bei 17 Unfällen gestorben.

Fakt 5: Zehn Unfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

Zehn Mal stand ein Unfallfahrer in Vreden unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. Das ist ein Fall mehr als im Vorjahr. In diese Kategorie fallen Unfälle, wenn ein Fahrer mindestens 0,3 Promille hatte oder unter dem Einfluss anderer berauschender Mittel stand.

Fakt 6: Weniger Unfallfluchten in Vreden

Wer an einem Unfall beteiligt ist, muss vor Ort bleiben. Gegen diese Regel wurde im vergangenen Jahr in Vreden 87 Mal verstoßen. Damit ist die Zahl der Unfallfluchten deutlich gesunken. Im Vorjahr waren es nämlich noch 121 Fälle.

Die Aufklärungsquote lag im vergangenen Jahr bei 39,2 Prozent. Besonders häufig konnte der Täter bei Unfallfluchten mit Personenschaden ausfindig gemacht werden. Hier liegt die Aufklärungsquote bei 61,4 Prozent.

Fakt 7: Radfahrer verunglücken häufiger

40 Rad- oder Pedelecfahrer sind im vergangenen Jahr in Vreden verunglückt. Die Verunglücktenhäufigkeitszahl liegt bei 176,7 und ist leicht gestiegen. Diese sagt aus, wie viele Verletzte auf 100.000 Einwohner kommen. So kann man die Zahlen der einzelnen Kommunen besser miteinander vergleichen.

Vreden hat von den 17 Kommunen im Kreis Borken die fünfthöchste Verunglücktenhäufigkeitszahl. Nur in Stadtlohn, Ahaus, Gronau und Bocholt hatten in Relation zur Einwohnerzahl mehr Radfahrer einen Unfall.

Fakt 8: Kaum Unfälle auf dem Schulweg

Nur zwei Schulwegunfälle gab es in Vreden im Jahr 2019. Daran beteiligt waren zwei Radfahrer und zwei motorisierte Fahrzeuge. Zwei Personen wurden leicht verletzt.

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Fakt 9: Weniger Unfälle mit schwerem Sachschaden

Nur sechs Mal kam es zu einem schwerwiegenden Unfall mit Sachschaden. Das sind deutlich weniger als im Jahr zuvor. 2018 waren es 17 Unfälle. Diese Entwicklung ist gegensätzlich zu der im Kreis Borken. Insgesamt ist die Zahl in dieser Kategorie nämlich um 21 Prozent gestiegen.

Fakt 10: Viele Unfälle wegen Missachtung von Vorfahrtsregeln

Die häufigste Unfallursache im Kreis Borken ist die Missachtung von Vorfahrtsregeln. 33 Prozent der Unfälle sind darauf zurückzuführen. In der Liste folgen Fehler beim Abbiegen oder Wenden (27 Prozent), zu geringer Abstand (13 Prozent), zu hohe Geschwindigkeit (11 Prozent) und Alkohol oder Drogen (6 Prozent).

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