Mehr Platz sorgt für weniger Stau

Wertstoffhof

Frischer Grünschnitt säumt die lange Mauer. Sie sieht unspektakulär aus, besitzt aber große Wirkung: Denn was da wie aus übergroßen Legosteinen zusammengesetzt wirkt, soll es den Vredenern nun viel einfacher machen, ihre Grünabfälle zu entsorgen.

ELLEWICK

, 20.03.2015, 18:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Das hat am ersten Öffnungstag bereits gut geklappt", freute sich am Freitag Peter Kleyboldt. Der Geschäftsführer der Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland (EGW) konnte im ehemaligen Kompostierwerk viele Hände schütteln: Zahlreiche Gäste hatten sich zur offiziellen Eröffnung des neu gestalteten Wertstoffhofes angesagt, allen voran auch die unmittelbaren Nachbarn.

Neben heißem Kaffee und belegten Brötchen gab es auch einen Blick hinter die Kulissen. Nach der Umbauphase präsentiert sich der Wertstoffhof nicht nur optisch völlig neu: Es gibt viel mehr Platz, um beim Anliefern unproblematisch rangieren zu können.

3000 Quadratmeter

Die Aufgabe der Klärschlammkompostierung hatte das möglich gemacht. Das lässt sich auch an den entsprechenden Zahlen ablesen: 2500 Quadratmeter standen für den Wertstoffhof in seiner alten Form zur Verfügung - jetzt sind es 3000 Quadratmeter, einschließlich der Grünannahme.

"Wir hoffen, dass die Bürger rege von diesem Angebot Gebrauch machen", sagte Kleyboldt. Der Vergangenheit angehören soll dadurch auch etwas, das viele Anlieferer immer wieder ärgerte: die langen Rückstaus. Ein erster Probelauf habe ihn bereits erkennen lassen, dass das Konzept aufgehe.

Wachsende Bedeutung

Landrat Dr. Kai Zwicker betonte, dass die EGW - eine Tochtergesellschaft des Kreises - auf eine gute Zusammenarbeit mit den Kommunen angewiesen sei, aber auch mit den Anliegern: "Mit dem Standort hier in Vreden läuft das gut." Zwicker rückte die Neuorganisation des Wertstoffhofes in einen größeren Zusammenhang: "Die Bedeutung der Wertstoffe wächst."

Gleichzeitig habe sich das Bewusstsein in der Gesellschaft gewandelt. Was die Entsorgung langfristig tatsächlich an Kosten mit sich bringe, zeige sich nach Jahrzehnten - etwa bei der Aufbereitung geschlossener ehemaliger Mülldeponien.

Übersichtlicher und großzügiger

Zwicker sagte mit Blick auf die Anwohner, dass es sicherlich etwas mehr Verkehr an der Anlage in Ellewick geben werde. Er hoffe aber, dass der Standort auch im Umfeld weiterhin so akzeptiert werde wie bisher, meinte der Landrat.

"Der Wertstoffhof ist übersichtlicher und räumlich großzügiger geworden", hob Vredens Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch die Vorteile hervor, die der Umbau gebracht habe. Das vermeide künftig unnötige Rangiervorgänge und einen Stau von Autos. Der Standort Vreden-Ellewick bleibt weiterhin wichtig für die EGW. Ihr Geschäftsführer kündigte den nächsten Schritt an. Kleyboldt sagte: "Wenn der Rückbau der Deponie Hoxfeld in den nächsten Jahren abgeschlossen ist, wird das Schadstoffmobil hier stationiert."

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