Mann rast mit 186 km/h auf einer Landstraße in Vreden in Radarfalle

dzGeschwindigkeitskontrolle

Regelmäßig misst die Polizei im Kreis Borken die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer. Dabei ist in der vergangenen Woche ein Raser auf der L560 in Vreden mit einem traurigem „Spitzenwert“ aufgefallen.

Vreden

, 21.09.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

An 22 Messstellen im Kreisgebiet hat die Polizei in der vergangenen Woche Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. 1242 Fahrzeugführer überschritten dabei die jeweils zulässige Höchstgeschwindigkeit. Doch das, was sich ein Mann auf der L560 bei Vreden leistete, war der absolut negative Höhepunkt dieser Messwoche.

Mit unfassbaren 186 km/h raste der Mann mit einem Firmenwagen auf der L560 in Richtung Ahaus in die Blitzfalle der Polizei. Zulässig sind dort nur 100 Stundenkilometer. „180 km/h ist dort einfach unverantwortlich“, stellt Markus Hüls von der Kreispolizeibehörde auf Anfrage der Redaktion klar. 180 km/h deshalb, weil von der mittels Laserschranken gemessenen Geschwindigkeit noch sechs Stundenkilometer Toleranz abgezogen werden.

Von einem „Zufall“ kann keine Rede sein

Und doch bleibt es eine Geschwindigkeit, die selbst die Polizei ein wenig sprachlos macht. „Das ist schon deutlich. Das ist auch kein Versehen mehr. Da hatte jemand den Fuß bewusst auf dem Gas“, so Markus Hüls. Immerhin: Laut Polizei sei dieser gemessene Wert ein Ausreißer nach oben.

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Richtig unfassbar wird dieser Vorfall, wenn man sich die Uhrzeit vor Augen führt. „Das war nicht mitten in der Nacht, sondern im Feierabendverkehr“, sagt Markus Hüls. Gegen 17.30 Uhr am Montag (14. September) raste der Mann, dessen Personalien derzeit ermittelt werden, in die Blitzanlage. „Es war jetzt also nicht so, als ob da nichts los gewesen sei.“

Unfassbar langer Bremsweg

Der normale Bremsweg bei einer solchen Geschwindigkeit beträgt alleine schon mal über 300 Meter. Hinzu kämen im Fall der Fälle die zurückgelegten Meter während der Reaktionszeit sowie der „Schrecksekunde“. Rechtzeitiges Reagieren auf eine potenzielle Gefahrensituation ist bei einer derartigen Geschwindigkeit auf diesem Straßenabschnitt kaum mehr möglich. Das einzig Positive: Es ist in diesem Fall zu keinem Unfall gekommen.

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Verfolgt und angehalten haben die Beamten den Raser nicht. Seine Firma bekommt jetzt Post von der Polizei. Und eines ist jetzt schon klar: Die Strafe für den Raser wird drastisch ausfallen. Im Bußgeldkatalog ist bei einer Überschreitung der außerorts zulässigen Höchstgeschwindigkeit von über 75 km/h von 600 Euro Strafe, zwei Punkten sowie drei Monaten Fahrverbot die Rede.

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Davon unabhängig stellt die Polizei mit Nachdruck klar, dass überhöhte Geschwindigkeit und Raserei nach wie vor auch im Kreis Borken zu den Hauptunfallursachen gehören und dies immer wieder – auch bei unbeteiligten Verkehrsteilnehmern – zu schweren Unfallfolgen führt. Und dafür braucht es nicht mal so traurige „Spitzenwerte“ wie beim Raser von der L560.

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