Eine Lösung für die Pausensituation an der Sekundarschule in Vreden lässt auf sich warten. © Markus Gehring
Sekundarschule

Lösung für Pausensituation an Sekundarschule noch nicht in Sicht

Der Bau des Schulcampus in Vreden ist beschlossen, er trägt aber noch nicht zur Lösung des Pausen-Problems an der Sekundarschule bei. Die Verwaltung soll kurzfristige Lösungen vorstellen.

Die Pausensituation der Sekundarschule in Vreden war am Dienstagabend, 16. Februar, Thema im Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur. Zu wenig Raum für alle Schüler gibt es dort. Schüler müssen ihre 60 Minuten lange Mittagspause draußen verbringen, weil nicht genügend Räumlichkeiten vorhanden sind.

Mit einem Schreiben wandte sich die Sekundarschule an die Verwaltung mit der Bitte, die Pausensituation an der Schule zu verbessern. Gerade durch das Coronavirus sei die kleine Mensa nicht ausreichend groß, um allen Schülern gerecht zu werden.

Kurzfristige Lösung muss her

Auch dass Schüler den Pausenhof nicht verlassen und zum Mittagessen nach Hause gehen dürfen, mache die Sache nicht leichter. Die Sekundarschule ist eine Ganztagsschule und muss eine 60-minütige Mittagspause mit Mittagessen in der Mensa sowie diverse Mittagsangebote machen.

Der geplante Umbau zum Schulcampus mit einer neuen Doppelturnhalle, einer Dreifachturnhalle, einer neuen Mensa einschließlich Technikbereich, der Sportanlagen und der sonstigen Außenanlagen sei eine langfristige Lösung, doch auch eine kurzfristige Lösung müsse jetzt her.

Bau des Schulcampus zieht sich hin

Die Sekundarschule ist baulich entstanden durch die Zusammenlegung und Sanierung der Gebäudeteile der früheren St.-Georg-Hauptschule mit der Hoimar-von-Ditfurth-Realschule und einer baulichen Erweiterung um das Forum. Die Verwaltung ist der Auffassung, dass die Pausensituation im Zusammenhang mit den Schulcampusplänen nicht isoliert betrachtet werden kann.

In einer Sitzung am 13. Dezember 2019 hat der Rat in einer Sitzung die bauliche Variante 5 beschlossen. Diese beinhaltet den Bau einer Turnhalle auf der anderen Berkelseite, welche im ersten Bauabschnitt erfolgen soll. Dieses Vorhaben könnte sich jedoch hinziehen, da es einer Änderung des Flächennutzungsplanes für den Planbereich erfordert, sodass alle anderen Bauabschnitte sich verzögern würden.

Pavillons wegen Corona nicht erwünscht

Im Verlauf der Ausschusssitzung wurde am Dienstagabend immer mehr klar, dass der Bau des Schulcampus eine langfristigere Sache wird. Den Schülern muss aber kurzfristig geholfen werden. Deshalb wurden Lösungen diskutiert.

Eine vorgetragene Lösung vonseiten der Verwaltung durch Bernd Kemper, Erster Beigeordneter, kam nicht gut an: Pavillons. Das würde bedeuten, auf Container zurückzugreifen, um das Raum-Problem zu lösen. Allerdings wurde diese Idee von mehreren Ausschussmitgliedern abgelehnt, da das gerade in Zeiten von Corona keine annehmbare Lösung sei in Hinsicht auf die räumliche Enge.

Antrag auf Ausnahmeregelung vom Ganztag?

Der Vorschlag, einen Teil der Schüler, beispielsweise die Oberstufenschüler, den Pausenhof in den Pausen verlassen zu lassen, kam zwar allgemein gut an, ist aber nicht so leicht zu realisieren. Bernd Kemper erklärte, dass die Bezirksregierung das bereits mehrfach aufgrund der Rechtslage verneint habe. Dazu müsse erst „ein Antrag auf eine Ausnahmeregelung vom Ganztag“ gestellt werden, erklärte Bernd Kemper.

Um bauliche Lösungen zu finden, könne in der nächsten Sitzung im Juni Weiteres besprochen werden. Vorher müssten erst noch mögliche Lösungen erarbeitet werden.

Verwaltung stellt kurzfristige Lösungen im März vor

Das war der CDU-Fraktion zu spät. Sie forderte eine schnellere Lösung, die in der nächsten Ratssitzung am 25. März seitens der Verwaltung vorgestellt werden soll. Die FDP-Fraktion gab zu bedenken, dass man auch auf eine andere Variante des geplanten Schulcampus zurückgreifen könne, die den Bauabschnitt 1 – die Turnhalle auf der anderen Seite der Berkel – nicht beinhalte und schlug vor, den Bau der Mensa vorzuziehen, um das Raum-Problem während der Pausen, schneller zu lösen.

Bernd Kemper verwies darauf, dass es in der Ausschusssitzung nicht darum ginge, den gültigen Ratsbeschluss zu kippen. Dafür sei dann der Rat zuständig. Der Ausschuss stimmte dem Beschlussvorschlag der CDU mit zwei Enthaltungen zu, dass die Verwaltung kurzfristige Lösungen in der nächsten Ratssitzung im März vorstellt.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen

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