Loch im Kirchendach wird endlich geflickt

Nach Sturmschaden

Acht Monate nach Friederike: Das riesige Loch im Kirchendach von St. Georg wird jetzt endlich repariert. Für die Verspätung gibt es verschiedene Gründe.

Vreden

, 20.09.2018, 18:58 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fast acht Monate nachdem Sturm Friederike ein vier mal zehn Meter großes Loch ins Kirchendach gerissen hat, haben nun die Bauarbeiten begonnen.gehring

Fast acht Monate nachdem Sturm Friederike ein vier mal zehn Meter großes Loch ins Kirchendach gerissen hat, haben nun die Bauarbeiten begonnen.gehring © Markus Gehring


Ziemlich genau acht Monate nach Sturm Friederike haben die Reparaturarbeiten an der Pfarrkirche St. Georg begonnen. Seit dem 18. Januar klafft ein vier mal zehn Meter großes Loch im Kirchendach. Direkt nach dem Sturm haben Fachleute es provisorisch abgedichtet. Doch dann passierte monatelang gar nichts. Dass es erst jetzt losgeht mit der Reparatur, hat mehrere Gründe.

Grund Nummer eins: Nach dem Sturm musste das Dach erst einmal von Gutachtern und einem Statiker untersucht werden. Mehr als sechs Wochen dauerte es alleine, bis das Gutachten vorlag.

Grund Nummer zwei: Im Gutachten steht, dass das Loch problemlos geflickt werden könne. Trotzdem regte die Zentralrendantur Ahaus-Vreden im März an, dass es doch sinnvoll wäre, direkt das ganze Norddach zu sanieren. „In zehn bis zwölf Jahren muss das gesamte Dach sowieso neu eingedeckt werden“, sagte Stephan Bengfort, Bauingenieur bei der Zentralrendantur, damals. Da das Bistum den Großteil der Kosten tragen würde, musste die Zentralrendantur auf grünes Licht aus Münster warten. Mitte April stand dann fest, dass die Nordseite des Daches komplett erneuert wird.

Grund Nummer drei: Die Arbeiten wurden ausgeschrieben, doch es war schwierig, eine Baufirma zu finden. „Die haben die Bücher voll“, sagt Stephan Bengfort am Donnerstag. Der erhoffte Baubeginn verschob sich deswegen von Juni bis in den August.

Grund Nummer vier: Theoretisch hätten die Arbeiten also im August beginnen können, doch da kam die Vredener Kirmes dazwischen. „Wir wollten nicht, dass das Gerüst während der Kirmes steht. Das hätte auch gefährlich werden können“, so Bengfort. Deswegen baute die Firma das Gerüst erst in der Woche nach der Kirmes auf – fast acht Monate nach dem Sturm.

Der Zeitplan: „Wir rechnen mit einer Bauzeit von drei Monaten“, sagt Stephan Bengfort. Das bedeutet, dass die Bauarbeiten Anfang Dezember abgeschlossen sein sollen. „Die Baufirma hat uns zugesichert, dass sie die Kapazitäten hat, das schnell durchzuziehen“, erzählt der Bauingenieur. Das komplette Dach zur Volksbank hin wird erneuert und mit Naturschiefer eingedeckt. Dieses Material hat laut Bengfort eine höhere Lebensdauer als die bisher verwendeten Faserzementplatten. Außerdem wird die Unterkonstruktion verstärkt, um die neuen, schwereren Platten tragen zu können. Die Arbeiten kosten rund 211.000 Euro. In zehn bis zwölf Jahren wird dann auch der Rest des Daches neu gedeckt.

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