Kunstverein Vreden startet im neuen alten Zuhause mit rundem Programm

dzBerkelkraftwerk

Im März konnte der Kunstverein Vreden die renovierten Räume im Berkelkraftwerk wieder beziehen. Dann kam die Corona-Krise. Nun aber soll es endlich losgehen mit dem neuen Programm.

Vreden

, 07.09.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Konzept für das neue Programm des Kunst- und Kulturkreises Berkelkraftwerk Vreden ist schon lange fertig, genauer gesagt seit Frühjahr 2019. Damals haben Bernd Sikora und Helena Hartmann ihre Ideen Gabriele Terhalle, Leiterin der Kultur-Abteilung im Rathaus, vorgestellt.

Doch die Umsetzung musste aus unterschiedlichen Gründen warten. Zum einen wollte der Kunstverein das neue Programm in den neuen alten Räumlichkeiten umsetzen. Bis 2014 nämlich hat der Vereine seine Ausstellungen im Berkelkraftwerk gezeigt. „Doch dann wurde uns der Vertrag gekündigt“, erklärt Bernd Sikora. Seitdem hatte der Verein kein richtiges Zuhause mehr.

Berkelkraftwerk musste für den Kunstverein renoviert werden

Ein paar Jahre später hat die Stadt das Gebäude gekauft und direkt zugesagt, dass der Kunstverein wieder einziehen darf. „Aber es musste vorher renoviert und saniert werden“, meint Gabriele Terhalle. „Das hat deutlich länger gedauert, als geplant. Vor allem, weil wir für diese vergleichsweise kleinen Arbeiten keine Handwerker gefunden haben.“

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Im März 2020 konnten die Räumlichkeiten endlich offiziell übergeben werden. „Und dann kam die Corona-Krise“, sagt Bernd Sikora etwas resigniert. Nun aber hat der Kunst- und Kulturkreis sich dazu entschieden, das neue Programm öffentlich vorzustellen.

Im neuen Programm dreht sich alles um Kreise

Das Thema diesmal ist „Kreise“. Drei unterschiedliche Interpretationen haben die Vereinsmitglieder herausgearbeitet. Zum einen ist da der Kreis als gestalterische Form. Dazu wird es eine Ausstellung mit Walter Wittek geben.

„Viele denken, dass sie Walter Wittek kennen. Aber wir werden ihn ganz neu zeigen“, meint Bernd Sikora. Bekannt ist der Vredener Künstler vor allem wegen seiner spitzen Kunstwerke, doch laut Sikora hat er sich auch ganz viel mit Kreisen und Kugeln beschäftigt. Einige diese Werke wurden noch nie öffentlich gezeigt.

Kein festes Datum für Ausstellung wegen Corona-Pandemie

Die Ausstellung soll im Frühjahr 2021 stattfinden. Genauere Angaben kann der Verein noch nicht machen. Schließlich weiß niemand, wie sich die Corona-Pandemie entwickeln wird. Fünf bis sechs Wochen vorher soll es konkrete Informationen geben.

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Ein festes Datum gibt es zumindest schon mal für die Ausstellung mit Daniela Schlüter. Sie repräsentiert die zweite Definition von Kreis: ein Zyklus, eine Einheit, eine geschlossene Form. Die Künstlerin wird vom 26. September bis 8. November Graphische Zyklen zeigen.

Wie genau die Eröffnung ablaufen soll, steht ebenfalls noch nicht fest. Auch da ist der Verein an die dann geltende Corona-Schutzverordnung gebunden. „Es wird sicher nicht so sein wie sonst, dass hier alle reinkommen und es gibt Sekt und Orangensaft“, meint Bernd Sikora. Vielleicht werde man die Eröffnung draußen machen und die Leute dann in kleinen Gruppen durch die Ausstellung schicken.

Weitere Veranstaltungen – auch speziell für Kinder

Der Verein plant zudem einige weitere Veranstaltungen, für die es noch keine Termine gibt. Die meisten davon beschäftigen sich mit der dritten Art von Kreis, dem Zusammenschluss von Menschen. Es wird zum Beispiel einen performativen Vortrag zum Thema Künsterkreise mit Helena Hartmann, Daniela Schlüter und Bernd Sikora geben.

Bei einem musikalisch-literarischen Abend wird Nikolaus Schneider einen bislang unveröffentlichten Gedichtzyklus „Fantasien ohne Instrument“ rezitieren, während er auf der Violine von Karl Sousa begleitet wird. Außerdem soll es eine Kinderaktion zu Kreisen in der Kunst geben.

Die Vereinsmitglieder hoffen, dass sie all diese Ideen nun endlich in die Tat umsetzen können – wenn auch mit Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie.

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