Gemeinsam mit Jochen Terbeck betreibt Thomas Ostendarp die Teststelle am Domhof in Vreden. Mit Blick auf die Änderungen zum 11. Oktober warten die Betreiber auf konkrete Informationen. © Anne Winter-Weckenbrock
Corona-Tests

Kostenpflichtige Tests kommen: So reagieren die Teststellen-Betreiber

Einer neuen Situation müssen sich die Betreiber von Schnelltestzentren ab dem 11. Oktober stellen: Tests werden kostenpflichtig. Die Betreiber in Vreden sind verunsichert.

Ein starkes Netzwerk an Testzentren wurde in den vergangenen Monaten aufgebaut, in der Region und auch in Vreden. Die kostenlosen Corona-Tests wurden stark angenommen, diese Nachfrage sinkt nun mit steigender Impfquote.

Zum 11. Oktober erwartet die Betreiber nun eine einschneidende Veränderung: Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass die Schnelltests kostenpflichtig werden. Wie stellen sich die Betreiber in Vreden dieser neuen Situation?

Konkrete Informationen werden erwünscht

Noch keine konkreten Gedanken haben sich Jochen Terbeck (West Münsterland Events) und Thomas Ostendarp (Zum Dornbusch) dazu gemacht. Zusammen betreibt man unter anderem die Teststelle am Domhof. Zum einen sei bis zum 11. Oktober noch Zeit. „Zum anderen müssen wir sehen, wie die konkreten Vorgaben aussehen werden“, erklärt Thomas Ostendarp.

Dann werde man „mit spitzem Bleistift“ schauen, wie man sich der Situation stellt. Fragen gebe es unter anderem hinsichtlich der Preisgestaltung.

„Wir müssen erst einmal die neue Landesverordnung abwarten.“ Björn Kemper, der mit der Preventim UG das Schnelltestzentrum Vreden am Sportzentrum an der Ottensteiner Straße betreibt, wartet ebenso auf konkrete Informationen. Sicher sei, dass die Station so lange weiterbetrieben würde, wie kostenlose Tests angeboten werden.

„Wir werden niemanden hängenlassen“

„Wir werden jetzt nicht abbauen, weil die Erlöse geringer sind. Gerade diejenigen, die sich nicht impfen lassen können, werden wir nicht hängenlassen“, erklärt Kemper.

Für Personen, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, soll es nämlich weiterhin kostenlose Antigen-Schnelltests geben. Dies gilt insbesondere für Schwangere, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Man werde niemanden hängenlassen, der nicht geimpft werden kann, erklärt Björn Kemper zum Testzentrum am Sportzentrum.
Man werde niemanden hängenlassen, der nicht geimpft werden kann, erklärt Björn Kemper zum Testzentrum am Sportzentrum. © Kemper © Kemper

Bislang sei die Nachfrage in Vreden stabil auf gutem Niveau – gerade an den Wochenenden, so Kemper. Unter der Woche spüre man natürlich auch eine etwas geringere Resonanz. Die Öffnungszeiten seien aber „nur minimal angepasst“ worden – vor allem, um sich die Flexibilität zu erhalten.

Lägen konkrete Informationen vor, dann gäbe es zwei Möglichkeiten: Zum einen könnten kostenpflichtige Tests mit angeboten werden, zum anderen könnte man sich weiter auf das Angebot kostenloser Tests konzentrieren. Noch könne man nicht abschätzen, ob Kapazitäten oder Zeiten womöglich angepasst werden müssen. Hinsichtlich der Organisation sei man aber „super zuversichtlich“.

In Zwillbrock sinkt die Nachfrage spürbar

Aufgrund sinkender Nachfrage schon deutlicher reduziert hat sich das Angebot der Drive-in-Teststation am Kloppendiek in Zwillbrock. „Wir nehmen durch unsere Grenzlage natürlich eine Sonderstellung ein“, erklärt Betreiber Bernd Ahrens. Geöffnet hat die Station noch an zwei Tagen in der Woche sowie am Wochenende.

Spürbar zurückgegangen ist die Nachfrage in der Drive-in-Teststelle Zwillbrock, erklärt Bernd Ahrens. Wie es nach dem 11. Oktober weitergehe, müsse man abwarten.
Spürbar zurückgegangen ist die Nachfrage in der Drive-in-Teststelle Zwillbrock, erklärt Bernd Ahrens. Wie es nach dem 11. Oktober weitergehe, müsse man abwarten. © Lisa Wissing © Lisa Wissing

„Wir sprechen da von 20 Tests am Wochentag“, fasst es Ahrens in Zahlen. Damit sei bei den angepassten Tarifen auch ein „Limit erreicht“: „Wir haben aber auch noch nie draufgezahlt“, schiebt er hinterher. Und so müsse man in den kommenden Wochen genau hinschauen, bei vorzuhaltendem Personaleinsatz müsse sich das Angebot auch tragen.

Natürlich hätten in der Vergangenheit auch Hotelgäste und Gäste aus den Niederlanden profitiert, nun lasse die Nachfrage spürbar nach. „Und was ist, wenn künftig verstärkt 2G gefordert wird?“, fragt der Betreiber. Das Bezahlen sieht Bernd Ahrens organisatorisch als kleine Hürde. Ob er den Betrieb über den 11. Oktober hinaus aufrechterhalten wird, dass müsse er Stand jetzt noch offenlassen. Vorerst laufe der Betrieb wie gewohnt weiter.

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