Klinikum Westmünsterland streicht „Essen auf Rädern“ am Standort Vreden

dzModernisierungsmaßnahmen

Das Klinikum Westmünsterland bietet ab Oktober in Vreden kein „Essen auf Rädern“ mehr an. 123 Vredener beziehen bisher die Mahlzeiten. Die Großküchen Vreden und Ahaus werden zusammengelegt.

Vreden

, 20.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Klinikum Westmünsterland streicht das Angebot „Essen auf Rädern“ am Standort Vreden. Grund dafür ist laut einer Pressemitteilung vom Dienstagmittag die „dringend notwendige Sanierung an beiden Küchenstandorten in Ahaus und Vreden“. Daher werde man zum 30. September dieses Jahres die Küchen-Dienstleistungen am Standort Ahaus zentralisieren.

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„Beide Großküchen in Ahaus und Vreden sind leider in die Jahre gekommen, sodass umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen notwendig sind“, wird Markus Frieling, kaufmännischer Direktor des St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Stadtlohn-Vreden, zitiert. „Wir haben uns daher dazu entschieden, die Vor-Ort-Speisenzubereitung in Vreden zu beenden.“ Dies habe jedoch keinen Einfluss auf die Versorgung der Patienten und Mitarbeiter.

„Das Speisenangebot und die Speisenversorgung im St.-Marien-Hospital Vreden werden nicht eingeschränkt oder in ihrem Umfang verändert, allein die Zubereitung der Mahlzeiten erfolgt zukünftig zentral in Ahaus“, heißt es in der Mitteilung. Auch die Arbeitsplätze der Küchenmitarbeiter blieben vollständig erhalten, so Frieling.

Ausweichmöglichkeit: Henricus Stift in Südlohn

Das „Essen auf Rädern“ in Vreden fällt der Zentralisierung allerdings zum Opfer. Insgesamt 123 Vredener sind laut Klinikum davon betroffen. „Sie wurden bereits schriftlich informiert“, erklärt Tobias Rodig, Leiter Unternehmenskommunikation beim Klinikum Westmünsterland, auf Anfrage der Redaktion. Auch um ein alternatives Angebot habe man sich bereits gekümmert.

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In der Pressemitteilung wird Markus Frieling wie folgt zitiert: „Damit die bisherigen Kunden in Vreden auch weiterhin eine regelmäßige Versorgung mit frisch zubereiteten Speisen erhalten, empfehlen wir das Angebot des Henricus-Stiftes in Südlohn.“ Tobias Rodig ergänzt: „Wir haben frühzeitig Gespräche mit der Caritas geführt. Die Kapazitäten dafür wären da.“

Alle anderen Bereiche nicht betroffen

Es handle sich hierbei aber lediglich um eine Empfehlung. „Wir können unsere Kunden natürlich nicht dazu zwingen, zukünftig ihr Essen von der Caritas zu beziehen. Wir wollten nur ein Ersatz-Angebot aufzeigen.“ Gleichzeitig betont Rodig, dass es in allen anderen Bereichen keine Einschränkungen geben wird. „Die Speisenversorgung in Vreden - auch die Cafeteria - bleibt bestehen. Wir werden auch weiterhin einen Mitarbeiter vor Ort haben. Nur die Vorbereitung der Speisen erfolgt zukünftig in Ahaus.“

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In Ahaus selbst müsse man mit gar keinen Einschränkungen rechnen. „Die Modernisierungsmaßnahmen können während des laufenden Betriebes durchgeführt werden“, so Rodig. Unter anderem werden in der Küche des Ahauser St. Marien Krankenhaus Böden, Decken, Kochzeilen und Lagerräume saniert. Die Kühllagerflächen sollen gegen neuere und energetisch effizientere ausgetauscht werden. Tobias Rodig betont: „Das Angebot für Essen auf Rädern in Ahaus bleibt unverändert bestehen.“

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