Symbolfoto: Zwei Mitarbeiterinnen und zwei Kinder der St.-Nobert-Grundschule wurde positiv auf das Coronavirus getestet. © picture alliance/dpa
Vredener Grundschule

Kinder und Betreuerinnen infiziert: Corona-Mutation an Grundschule

Im Betreuungsteam der Vredener St.-Norbert-Schule hat es zwei Corona-Infektionen gegeben. In einem Fall handelt es sich vermutlich um eine Virus-Mutation. Auch zwei Kinder sind positiv getestet.

In der Vredener St.-Norbert-Grundschule hat sich eine Erzieherin, die sich um Schülerinnen und Schüler in der Notbetreuung kümmert, mit dem Coronavirus infiziert. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um die sogenannte britische Mutation. „Das Laborergebnis deutet darauf hin“, erklärte Schulleiter Marcel Ludwig.

Insgesamt hatte die Erzieherin Kontakt zu sieben Kindern. Die Eltern wurden am Wochenende bereits informiert. Das Kreisgesundheitsamt hat die Schüler zunächst in häusliche Quarantäne geschickt. Am Montag standen dann die PCR-Tests auf dem Plan.

Infektion von Praktikantin als Auslöser

Erst eine Anfrage beim Kreis Borken ergab, dass der Auslöser des Geschehens noch weiter zurückliegt. „Schon in der vergangenen Woche wurde eine Praktikantin aus dem Betreuungsteam der St.-Nobert-Schule positiv getestet“, berichtet Kreispressesprecher Karlheinz Gördes.

Sie habe Kontakt zu insgesamt elf Kindern gehabt. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat sie am Freitag, 19. Februar, in Stadtlohn getestet. „Zwei Testergebnisse waren positiv, die anderen neun negativ“, so Gördes. Einen Hinweis auf die Virus-Mutation gibt es bisher nicht. Alle elf Kinder befinden sich zur Sicherheit in Quarantäne. Vorerst bis zum 4. März, anschließend entscheidet das Kreisgesundheitsamt, wie es weitergeht.

„Wegen der mutierten Virusvariante hat das Gesundheitsamt entschieden, zwischen den Kontaktpersonen keine Differenzierung vorzunehmen und alle Kinder in den Blick zu nehmen“, erklärt Marcel Ludwig. „Man möchte auf Nummer sicher gehen.“

Virus-Mutanten verändern das Vorgehen

Bei Corona-Infektionen in Schulen war es zuletzt gängige Praxis, zunächst nur die Sitznachbarn in Quarantäne zu schicken und testen zu lassen. Weil gerade die britische und südafrikanische Virus-Mutation sich aber als besonders ansteckend erweist, möchte das Gesundheitsamt hier möglichst auf der sichereren Seite sein. Wann die Testergebnisse vorliegen, steht noch nicht fest.

Auf die Rückkehr zum Präsenzunterricht, die am Montag auch bei der Vredener Grundschule erfolgte, hat dieses Ereignis aber keinen Einfluss, berichtet Marcel Ludwig. Allerdings seien dadurch noch einmal die Sinne geschärft worden. „Wir haben unseren Lehrkräften ans Herz gelegt, von den freiwilligen Testangeboten unbedingt Gebrauch zu machen.“

Kreispressesprecher Karlheinz Gördes deutet aber an, dass das Gesundheitsamt die Schule weiterhin genau im Blick hat: „Wir kennen die Zusammenhänge noch nicht und schauen uns das weitere Umfeld genau an. Es kann sein, dass das Virus noch weitere Kreise gezogen hat.“

Über den Autor
1991 in Ahaus geboren, in Münster studiert, seit April 2016 bei Lensing Media. Mag es, Menschen in den Fokus zu rücken, die sonst im Verborgenen agieren.
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Johannes Schmittmann

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