Kein Einvernehmen für Mastställe in Köckelwick

Bauausschuss hat getagt

Es gab nur ein paar sachliche Nachfragen, diskutiert wurde nicht: Einstimmig sprach sich der Bauausschuss am Dienstag für den Vorschlag der Verwaltung aus, das gemeindliche Einvernehmen zum Bau von zwei Mastställen für insgesamt knapp 10 000 Schweine in Köckelwick zu versagen.

VREDEN

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 22.02.2011, 22:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Darüber hinaus sei die Frage der Beeinträchtigungen insbesondere auf die neobarocke Parkanlage nicht hinreichend geprüft. Bessere der Antragsteller allerdings nach, könne das Vorhaben genehmigungsfähig werden – diese Ansicht des Kreises Borken als Baugenehmigungsbehörde schloss sich Fachbereichsleiter Joachim Hartmann vor dem Ausschuss an. Aber: Weil der Schutzanspruch des Plangebiets rund um das St. Antoniusheims als gegeben gesehen wird – und somit ein städtebaulicher Konflikt im Falle einer Mastanlage in der Nähe – solle die Ansiedlung gewerblicher Tierhaltungsanlagen im Umfeld des Antoniusheims planerisch gesteuert werden.

Die Verwaltung wurde beauftragt, sich über eine Bebauungsplanung Gedanken zu machen, die auch den Entwicklungsmöglichkeiten des Antoniusheims als Pflegeeinrichtung sowie dem Denkmalschutz Rechnung trägt. „Die Argumente sind stichhaltig“, stärkte Gerd Welper (Grüne) die Sicht der Verwaltung. Er forderte darüber hinaus eine Stellungnahme der Vredener Feuerwehr: „Reichen Personal und Ausrüstung für eine Lebendtierrettung bei einer solchen Tierzahl?“ Heinrich Wildenhues (CDU) sprach die Entwicklungsmöglichkeiten der benachbarten Hofstellen an. Joachim Hartmann betonte, bei der Aufstellung eines Bebauungsplans müsse es ein positives Planungsziel geben. „Das kann dazu führen, dass bestimmte Dinge in der Umgebung nicht mehr möglich sind“, blickte er voraus. „Man muss sauber begründen und abwägen.“ Verhänge der Rat im Zuge der Bauleitplanung eine Veränderungssperre über das Gebiet, sei dies „eine eigentumsbeschränkende Festsetzung“, betonte er. Ein erstes Konzept für die Pläne werde die Verwaltung spätestens in der übernächsten Sitzung vorstellen.

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