Internetseite macht Notbetrieb auf Tennis- und Soccerplätzen möglich

dzOttensteiner Straße

Vier Vredener sorgen mit einer Internetseite für den Notbetrieb in der Tennis- und Soccerhalle an der Ottensteiner Straße. Sie setzen voll auf Digitalisierung.

Vreden

, 14.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Ottensteiner Straße werden seit Anfang Dezember wieder Tennis-, Soccer-, und Squash-Plätze vergeben. In den Hallen des ehemaligen Hotel- und Freizeitcenters ist der angekündigte Notbetrieb angelaufen.

Der Vredener Andreas Nünning hat das zusammen mit drei Partnern angestoßen. Gemeinsam mit Hendrik Render, Dietmar Epping und Matthias Niehues hat er die Halle gepachtet – erst einmal bis zum April 2020. „Wir sind alle vier berufstätig, die Gastronomie können wir also nicht betreiben und wir können auch nicht ständig vor Ort sein“, schränkt Andre Nünning im Gespräch mit unserer Redaktion ein.

Betrieb ohne digitale Plattform gar nicht denkbar

Kern des Angebots der vier Vredener ist im Moment eine Internetseite, über die Kunden die Plätze buchen können. Ohne diese digitale Plattform wäre der Betrieb in der Halle gar nicht denkbar.

Die Internetseite soll Interessierten ohne große Hürden die Anmietung von Plätzen ermöglichen. Nutzer können online Plätze buchen und bezahlen. Dafür erhalten sie einen PIN-Code, mit dem sie die Tür zu den Hallen öffnen können. „Dazu brauchen sie nur eine E-Mail-Adresse. Im Moment funktioniert die Abrechnung zwar nur mit Paypal, wir arbeiten aber daran, dass wir auch andere Zahlungsarten mit aufnehmen“, so Andreas Nünning weiter.

Anmeldung und Buchung gehen schnell und problemlos

Tatsächlich geht die Anmeldung auf der Internetseite problemlos in wenigen Augenblicken von der Hand. Auch die Preise sind überschaubar: Eine Stunde auf dem Tennisplatz kostet je nach Zeit zwischen 9 und 16 Euro, 45 Minuten Soccerplatz kosten 20 bis 35 Euro, eine halbe Stunde auf dem Squashplatz noch sieben Euro.

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„Das ist keine Goldgrube, das ist uns völlig klar“, sagt Andreas Nünning. Es gehe aber auch gar nicht darum, Geld zu verdienen. „Wir machen das, weil wir Sportler sind und in Vreden die Plätze offen halten wollen“, erklärt er.

Erste Resonanz stimmt die Betreiber positiv

„Das funktioniert schon ganz gut“, sagt Andreas Nünning. Die ersten Tennis-Stunden seien bereits gebucht. Offiziell hatten die vier Vredener die Halle schon ab dem 1. November gepachtet. „Bis wir dann tatsächlich aber die ersten Stunden vergeben konnten, hat es noch einmal bis Anfang Dezember gedauert. Die Resonanz ist okay“, erklärt Andreas Nünning.

Erstmal weder Duschen noch Heizung

Einige Einschränkungen gibt es allerdings noch: Die Heizungen auf den Tennisplätzen sind abgeschaltet. Auch die Duschen funktionieren nicht. „Uns wurde gesagt, dass es Sicherheitsbedenken wegen der eingebauten Heizungsanlage gibt“, sagt er. Die werde deswegen wohl auf keinen Fall wieder eingeschaltet. Da werde gerade nach Lösungen gesucht. Möglich, dass es dafür eine Alternative für die kommenden Monate gibt.

Auch ob die Duschen wieder in Betrieb genommen werden können, sei noch nicht klar. „Das wird gerade geprüft“, erklärt Andreas Nünning.

Stadt sucht nach langfristiger Lösung

Bernd Kemper, Erster Beigeordneter der Stadt Vreden, bestätigt auf Nachfrage das Pachtverhältnis bis April 2020. Zum Frühjahr sollen sich die politischen Gremien mit einer langfristigen Lösung für das Gelände beschäftigen. „Dazu führen wir auch noch Gespräche mit den beiden Tennisvereinen TC Hamaland und Rot-Weiß Vreden“, sagt er.

Klar sei, dass die Anlage in „nicht so optimalem Zustand“ sei. Auch daran müsse etwas getan werden, damit Vreden eine attraktive Tennisanlage behalte.

Auch auf lange Sicht könnte sich Andreas Nünning vorstellen, sich in der Anlage an der Ottensteiner Straße weiter zu engagieren. „Wir haben der Stadt auch ein Konzept vorgelegt“, sagt er. Ihm gehe es darum, ein breites Sportangebot in der Anlage anzubieten und nicht nur auf Tennisplätze zu beschränken. „Das ist aber noch Zukunftsmusik“, fügt er hinzu.

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