Großes Rad-Event eröffnet die neue Natur-Tour: Was Sie über das Großprojekt wissen müssen

dzNatur-Tour Vreden

Gemeinsam und für alle – das sind die Charakteristika der neuen Natur-Tour durch die Vredener Natur. Eröffnet wird die Fahrradroute mit einem großen Rad-Event, bei dem jeder mitmachen kann.

Vreden

, 16.06.2019 / Lesedauer: 4 min

Für alle soll sie sein, die Natur-Tour. Eine Fahrradroute mitten durch die Natur mit Informationen zum Thema Barrierefreiheit. Das ist die Idee von Karin Otto vom Vredener Stadtmarketing. Jetzt wurde sie in die Tat umgesetzt, mit Hilfe von zahlreichen Partnern, Unterstützern und Ehrenamtlichen. Am Sonntag, 23. Juni, wird die Fahrradroute mit einem großen Rad-Event eröffnet.

Entlang der 30,5 Kilometer langen Tour präsentieren sich an diesem Tag von 11 bis 17 Uhr zahlreiche Vereine und Organisationen. Der Einstieg ist an allen Punkten der Route möglich. Mit dabei ist zum Beispiel Johannes Haase vom Imkerverein Vreden. Am Hof Bensing, Crosewick 52, stellt er seine Bienenkästen auf und bietet Honig an. „Wir geben auch Informationen zur insektenfreundlichen Gartengestaltung“, erzählt er bei einer Pressekonferenz.

Vereine und Organisationen präsentieren sich entlang der Route

15 Akteure machen bei dem großen Rad-Event mit. Der Landwirtschaftliche Ortsverband Vreden, die Landjugend und die Landfrauen zum Beispiel präsentieren sich an der Schützenhalle Gaxel. Landmaschinen werden vorgestellt, es gibt einen Kettcar-Parcours und eine Hüpfburg. Die Schmiedegruppe des Heimatvereins zeigt verschiedene Arbeiten an der Hofanlage im Stadtpark, die an diesem Tag ebenfalls geöffnet ist.

Der Verein Mit Hand und Herz bietet am Aussichtsturm im Ellewicker Feld Deko-Flamingos und Nistkästen zum Kauf an, der Hegering hat einen Wild- und Naturparcours für Kinder am Maislabyrinth in Zwillbrock gestaltet, die Biologische Station organisiert ab 13 Uhr Flamingo-Führungen, einige Direktvermarkter verkaufen Reibeplätzchen für den guten Zweck am Hof Tenbründel in Crosewick, der Nabu steht mit einem Infomobil am Hof Thesseling in Crosewick und beim Angelsportverein an der Berkel-Hütte in Crosewick dreht sich alles um das Thema Fisch.

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Zum Abschluss des Tages findet ab 17 Uhr ein Bürgerfest auf dem Kirchplatz statt, organisiert von der Stadt Vreden. Damit soll die kommunale Neugliederung vor 50 Jahren gefeiert werden.

Auch nach dem Aktionstag am 23. Juni können Radler die Natur-Tour nutzen. Es handelt sich um eine Fahrradroute, die ganze Jahr über ausgeschildert und nutzbar ist. Deswegen haben wir fünf Faktion zur Natur-Tour zusammengefasst.

Fakt eins: Die Route kommt vom Heimatverein

Hermann Terhalle vom Heimatverein ist der erste, der die Natur-Tour gefahren ist – schon lange bevor es diesen Namen überhaupt gab. Auf seiner Idee für eine Route beruht nämlich das Großprojekt. „Ich wollte möglichst viele historisch spannende Orte mit einer Fahrradtour verbinden“, erklärt Hermann Terhalle.

Er schreibt ein Buch, das insgesamt drei Routen enthält. Darauf wird Karin Otto aufmerksam und findet: „Das kann man doch handlicher als Flyer gestalten, auch mit Blick auf die Barrierefreiheit.“ Die Idee der Natur-Tour ist geboren.

Fakt zwei: 25 Stationen mit historischer Bedeutung

Auf der Route liegen insgesamt 25 interessante Sehenswürdigkeiten. Darunter sind die Kirchen im Stadtkern, aber auch das Herz-Jesu-Kloster mit seiner geschichtlichen Bedeutung für die Soziale Marktwirtschaft, der Vredener Landwehr, verschiedene Gedenksteine, die Rosenkranzstationen und die Vredener „Torwächter“. Die detaillierten Informationen zu den Stationen gibt es im Buch „Vreden entdecken“ des Heimatvereins.

Fakt drei: Drei Rundwege ausgeschildert

Insgesamt 30,5 Kilometer lang ist die Natur-Tour. Es gibt aber auch ausgeschilderte Abkürzungen und drei Rundwege, die zwischen 10 und 16 Kilometern lang sind. Die Route führt durch den Kern der Stadt Vreden und dann durch Ellewick, Crosewick, Zwillbrock und Gaxel. Der genaue Verlauf mit Infos zu den Stationen, E-Bike-Ladestationen, Toiletten und Gastronomie auf der Route ist in einer Karte eingezeichnet, die für zwei Euro beim Stadtmarketing erhältlich ist.

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Fakt vier: Zertifiziert nach Reisen für Alle

Bauhofleiter Martin Terbrack ist die Strecke abgefahren und hat geschaut, wo es für Personen im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder Fahrrad Probleme geben könnte. „Es waren eigentlich nur kleinere Baumaßnahmen nötig. Wir haben ein paar Kanten begradigt und Böschungskanten verbreitert“, erzählt er. Stadtplaner Joachim Hartmann ergänzt: „Das zeigt ja eigentlich, wie gut ausgebaut unser Wirtschaftswegenetz schon ist.“

Am Ende wurde die Natur-Tour nach „Reisen für Alle“ zertifiziert. Auf der Internetseite des Stadtmarketings gibt es also detaillierte Informationen, welche Teilstrecke für welche Personengruppen geeignet ist.

Fakt fünf: Zahlreiche Unterstützer

Mehr als 25.000 Euro kommen vom Förderprogramm Vital.NRW. Damit sind 65 Prozentes des Projektes gefördert. Zu den Unterstützern zählen aber auch der Heimatverein, der die Idee zur Route geliefert hat, und der Förderverein Kulturlandschaft, der sich mit der Idee eines Vereins-Events an das Stadtmarketing gewandt hat.

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