Geschichtliche Hofanlage im Vredener Stadtpark mit kleinen Geheimnissen

dzBauernhausmuseum Vreden

In unserer Serie "Zu Hause in" besuchen wir heute das Bauernhausmuseum im Vredener Stadtpark. Aus insgesamt elf Bauwerken setzt sich diese Hofanlage aus dem 18. Jahrhundert zusammen.

Vreden

, 28.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer durch den Vredener Stadtpark schlendert, kann sie nicht übersehen: die historische Hofanlage. Das Haupthaus, das Haus Früchting, wurde bereits 1712 errichtet. 1884 wurde es von Hermann Anton Früchting übernommen, der es 1932 an den Bischöflichen Stuhl zu Münster übergab.

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VR-Freizeitserie „Zu Hause in“: Bauernhausmuseum

28.07.2020
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Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff
Eindrücke aus dem Vredener Bauernhausmuseum© Raphael Kampshoff

Die elf Gebäude, die nun zusammen die historische Hofanlage bilden, haben früher nie an diesem Ort gestanden, sondern sind aus dem ganzen Kreis zusammengetragen. Sie bieten aber heute Besuchern die Möglichkeit, sich einen Einblick davon zu verschaffen, wie die Bürger im 18. und 19. Jahrhundert so gelebt haben.

Ein Foto von Hermann Anton Früchting ziert die Wohnstube des Haupthauses.

Ein Foto von Hermann Anton Früchting ziert die Wohnstube des Haupthauses. © Raphael Kampshoff

Seit 2019 kümmert sich die Vredener Bürgerstiftung um die Bewirtschaftung der Gebäude, mit dem Ziel, die Hofanlage als kulturellen Anziehungspunkt Vredens zu stärken und die historische Bedeutung zu wahren. Rund 1000 Besucher pro Monat machen von der Möglichkeit der Besichtigung von April bis Oktober Gebrauch. „Aktuell sind es aber aufgrund der Corona-Pandemie etwas weniger Leute“, berichtet Geva Huber, die die Führungen im Bauernhausmuseum leitet. Aufgrund von Corona steht aktuell auch nur das Haupthaus mit Tenne für Besichtigungen zur Verfügung, während normalerweise alle Bauwerke besichtigt werden können.

Das Heuerlingshaus Schlüters Kotten aus dem 18. Jahrhundert kommt aus Südlohn.

Das Heuerlingshaus Schlüters Kotten aus dem 18. Jahrhundert kommt aus Südlohn. © Raphael Kampshoff

Zu den verschiedenen Bauwerken zählen neben dem Haupthaus der Spieker aus Ahaus-Ammeln, das Heuerlinghaus Schlüters Kotten aus Südlohn, das Backhaus aus Legden, eine Wassermühle, ein Flachsofen, die Schmiede, ein Muuseschoppen, der Schafstall, ein Schirmschoppen und das Bienenhäuschen. Allerdings fehlt der Mühle gerade ihr Mühlrad, weil dieses in den Niederlanden restauriert wird. Wenn alles nach Plan läuft, wird es im September zurückerwartet.

Es gibt bei den Führungen also jede Menge zu sehen und so dauern diese je nach Interesse der Besucher so zwischen 45 Minuten und 1,5 Stunden. „Standen die Gebäude hier schon immer an dieser Stelle?“ ist dabei die häufigste Frage, die Geva Huber gestellt wird, welche sie aber verneinen muss. Ein zusätzliches Angebot neben den Führungen ist das gemeinsame Brotbacken im Backhaus, welches man als Gruppe bei der Bürgerstiftung buchen kann. Dabei wird gemeinsam der Teig erstellt und im Steinofen zu einem Brot gebacken. Für dieses Erlebnis sollte man drei Stunden Zeit einplanen.

Trauungen im Bauernhausmuseum

Seit einigen Jahren wird das Bauernhausmuseum auch immer mehr für standesamtliche Hochzeiten genutzt. Allein am vergangenen Wochenende waren es neun. In Summe sind es mittlerweile rund 65 Hochzeiten pro Jahr, die im Wohnraum des Hauses Früchting geschlossen werden. Nach der Trauung geht es mit den Gästen durch die Tenne auf den Innenhof der Hofanlage, wo den Brautpaaren gratuliert werden kann und man mit Sekt oder Bier auf die frisch Vermählten anstößt.

Zusätzlich zum Wohnraum mit Küche hat das Haus Früchting sieben weitere Zimmer, die man besichtigen kann. Ein großes Schlafzimmer für Eltern oder Großeltern, eine Milchkammer, eine Waschküche, zwei Kinderzimmer, die gute Stube und eine Webkammer. Zusätzlich ist im Wohnraum noch ein Doppelbett in einem Schrank versteckt, etwas was man sich in der heutigen Zeit auch nicht mehr vorstellen kann.

Wenn man die Türen dieses Schranks öffnet, findet man eine weitere Schlafmöglichkeit.

Wenn man die Türen dieses Schranks öffnet, findet man eine weitere Schlafmöglichkeit. © Raphael Kampshoff

Möchte man die Räumlichkeiten besichtigen, so geht dieses in den Monaten April bis Oktober freitags von 14 bis 17 Uhr und samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr, ausgenommen es findet gerade eine Hochzeit statt. Um außerhalb der Öffnungszeiten eine Führung für eine Gruppe oder Schulklasse zu bekommen oder einen Brotbacktermin zu vereinbaren, kann man sich an die Bürgerstiftung wenden unter Tel. (02564) 9508927 (Bürozeiten von 9 bis 12 Uhr) oder unter der Mail-Adresse info@buergerstiftung.de.

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