Geglücktes Experiment

Vreden Die Struktur des ehemaligen Gemüsegartens ist noch gut zu erkennen: In sorgfältig mit Buchsbaum eingefassten Beeten blühen jetzt auf der einen Seite bunte Wildblumen, auf der anderen gedeihen eingetopfte Setzlinge von der Staude bis zum Laubbaum. Hier hat Norbert Laurich seine Anzuchtstation angelegt.

24.07.2008, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

<p>Lauschige Ecken, die zum Entspannen einladen, hat Norbert Laurich viele in seinem Garten auf dem ehemaligen Bauernhof in Köckelwick eingerichtet. Winter-Weckenbrock</p>

<p>Lauschige Ecken, die zum Entspannen einladen, hat Norbert Laurich viele in seinem Garten auf dem ehemaligen Bauernhof in Köckelwick eingerichtet. Winter-Weckenbrock</p>

Hier, direkt an seinem Haus in Köckelwick, probiert er aus, was wächst, schaut, wie welche Pflanzen wirken - und entscheidet dann, wohin damit. Platz hat er reichlich auf dem ehemaligen Bauernhof.

Weitläufiges Gelände

Sein weitläufiges Gartengelände wird von Pferdeweiden umsäumt. Vom ehemaligen Gemüsegarten geht sein Blick über eine Weide zu den Bäumen am Rande seines Gartens: "Dafür hätte ich schon Ideen..."

Vor vier Jahren ist der 37-Jährige mit der Gestaltung des Gartens angefangen - und noch längst nicht fertig. Er hat einiges ausprobiert und auch schon einiges wieder gelassen: "Ich habe nur noch winterharte Pflanzen, zum Beispiel keine Dahlien mehr. Die waren zwar schön, aber haben einfach zu viel Arbeit gemacht", erzählt er.

Auf Farbenfreude muss der Garten trotzdem nicht verzichten. In verschiedenen Farben sind Hortensien unter einer gewaltigen, aber erst vier Jahre alten Weide angeordnet, gegenüber leuchten orange Ringelblumen und rotes flammendes Herz. Weißes Edelweiß hebt sich vom gelben Frauenmantel ab - "das ist übrigens eine dankbare Pflanze, die sät sich überall selbst aus."

Asiatische Vasen

Weiter am Rand wird der Garten von hohen Eichen und Linden eingefasst. In diesem schattigen Teil wachsen Funkien und Farne, dort kommt die natürliche Deko, die der Produkt- und Designmanager bevorzugt, besonders gut zur Geltung: Abgestorbene Baumstämme oder auch -äste liegen hier und da im Beet oder ragen zwischen den Stauden oder den Bäumen empor, dürfen umwuchert oder bewachsen werden. Auch großformatige asiatische Vasen in kräftigen Farben, akzentuiert an ausgewählten Standorten eingesetzt, sind Laurichs Handschrift. "Nur nichts überdekorieren", findet der Hobbygärtner: "Ich finde es auch spannend zu sehen, wie sich die Natur manchmal etwas zurück erobert." ewa

<p>Ob eine rostige Tränke oder ein Baumstamm - alte und neue Utensilien werden gekonnt kombiniert. Die Natur darf sich in Norbert Laurichs Garten auch bestimmte Bereiche zurückerobern. MLZ-Foto privat</p>

<p>Ob eine rostige Tränke oder ein Baumstamm - alte und neue Utensilien werden gekonnt kombiniert. Die Natur darf sich in Norbert Laurichs Garten auch bestimmte Bereiche zurückerobern. MLZ-Foto privat</p>

Lesen Sie jetzt