Gefahrenquelle: Sanierte Berkelbrücke sorgt für reichlich Diskussionen

dzSanierte Berkelbrücke

Nach der Sanierung der Berkelbrücke regt sich Widerstand in der Bevölkerung. Grund sind die Brückenseiten, die eine potenzielle Gefahrenquelle darstellen. Eine Lösung muss her und ist in Sicht.

Vreden

, 27.07.2020, 17:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Ergebnis der Sanierung der Berkelbrücke im Stadtpark sorgt bei einigen Vredener Bürgern für Irritationen. Auf Facebook äußerten einige User die Sorge, die Lücken an den Seiten unterhalb des Geländers seien zu groß, sodass gerade Kinder Gefahr liefen, mit den Füßen hineinzurutschen.

„Das ist schon gefährlich, mit kleinen Kindern über die Brücke zu gehen“ oder „Gestern gesehen und gleich gesagt... das ist gefährlich“, das sind nur zwei der kritischen Posts. Die Arbeiten an der Brücke waren vor kurzem fertiggestellt worden. An den Seiten der Brücke sind Querseile angebracht.

Lücke soll kurzfristig verkleinert werden

Der Stadt Vreden sind die Bedenken aus der Bevölkerung schon zu Ohren gekommen und man will reagieren. „Wir haben uns mit den zuständigen Kollegen gerade zusammengesetzt. Bezüglich der baufachlichen und baurechtlichen Aspekte ist die Brücke, so wie sie dasteht, okay. Aber wir wollen die Stimmen ernst nehmen“, verspricht Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch.

So sieht die Berkelbrücke im Stadtpark nach der Fertigstellung der Sanierung aus.

So sieht die Berkelbrücke im Stadtpark nach der Fertigstellung der Sanierung aus. © Bastian Becker

Deswegen setzen sich die Mitarbeiter der städtischen Bauplanung zeitnah mit dem Unternehmen, das für den Brückenbau verantwortlich ist, in Verbindung. „Da wird relativ kurzfristig etwas passieren“, erklärt Christoph Holtwisch. Die Lücke soll verkleinert werden. Dafür gibt es verschiedene technische Varianten, die besprochen werden müssen. Ein genauer Zeitplan für die Veränderung steht noch nicht fest, aber das Thema soll so schnell wie möglich angegangen werden.

Technisch einwandfreie Lösung gesucht

„Wir wollen den Bürgern das Gefühl der Gefahr nehmen. Denn meiner Meinung nach ist die Sanierung sowohl technisch als auch optisch gelungen. Es sollten alle gerne über die renovierte Brücke gehen“, wünscht sich der Bürgermeister.

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Bei einem gemeinsamen Termin mit dem Ingenieurbüro Wesselmann und Brune aus Münster und dem ausführenden Metallbauunternehmen Nagelmann aus Mettingen wurde geklärt, dass entweder ein Winkeleisen oder ein Rohr die Lücken verkleinern soll. „Wir gucken, dass wir eine technisch einwandfreie Lösung finden. Das genaue Konzept wird in den nächsten Tagen erarbeitet“, informiert der erste Beigeordnete Bernd Kemper.

An den Seiten der Brücke kann man unter dem Geländer über den Rand treten.

An den Seiten der Brücke kann man unter dem Geländer über den Rand treten. © Bastian Becker

Dabei solle eine Unfallgefährdung für kleine Füße ausgeschlossen werden. Gleichzeitig müsse das zusätzliche Element aber auch optisch zum Gesamtbauwerk passen.

Mehrere Varianten im Gespräch

„Die Gemeinde Vreden muss entscheiden, was sie macht“, meint dazu Reinhard Oertker, Geschäftsführer bei Wesselmann und Brune. Alle Seiten hätten ihre Vorschläge eingebracht, weiterhin seien einige Alternativen im Gespräch. „Ob das diese Varianten werden, muss man sehen. Nagelmann skizziert die Ideen jetzt aus und macht ein Angebot“, erklärt Reinhard Oertker den weiteren Verlauf. Welche Version auch immer gewählt wird, eine kurzfristige Umsetzung wird allen Beteiligten zufolge angestrebt.

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Der Umbau der Berkelbrücke konnte nach etwa zwei Monaten abgeschlossen werden. Zuvor war das über 50 Jahre alte Bauwerk augenscheinlich baufällig. Einem Gutachten zufolge gab es Risse, die sich von der Oberfläche bis zur Unterseite der Brücke durchzogen, was dementsprechende Sicherheitsrisiken mit sich brachte. Die Brücke ziert nun das Vredener Stadtwappen. Spaziergänger und Radfahrer sollen so die Möglichkeit bekommen, sicher über die Berkel zu kommen.

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