Freies Surfen auf dem Markt

WLAN für Innenstadt

Mal eben auf die Lieblingswebseite sehen oder auf eine Nachricht reagieren, die über den Internetdienst Whatsapp eingegangen ist, vielleicht gemütlich einen Videoclip anschauen - all das soll künftig in der Vredener Innenstadt einfach möglich sein: durch ein freies WLAN-Netz.

VREDEN

, 05.03.2015, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mobil in einem offenen Netz surfen in der Vredener Innenstadt - das soll Zug um Zug möglich werden und für zusätzliche Attraktivität sorgen.

Mobil in einem offenen Netz surfen in der Vredener Innenstadt - das soll Zug um Zug möglich werden und für zusätzliche Attraktivität sorgen.

Die Vorbereitungen dafür sind schon weit gediehen. Das erfuhren die Mitglieder des Stadtrates in der vergangenen Sitzung. Danach soll in einem ersten Schritt im Bereich des Marktplatzes ein drahtloses Netz freigeschaltet werden, das für jeden Nutzer zugänglich wäre.

Ein Antrag der UWG hatte den Anlass zur Beratung gegeben. Die Unabhängigen hatten darin gefordert, dass die Verwaltung ein Konzept erarbeitet, um ein frei verfügbares WLAN-Netzwerk in der Vredener Innenstadt einzurichten. Um die Kosten zu minimieren, solle die Stadt die Möglichkeit prüfen, mit privaten Betreibern zusammenzuarbeiten - auch im Hinblick auf rechtliche Risiken, so die UWG. Sie sieht darüber hinaus Perspektiven darin, Einzelhändler und Gastronomen mit ins Boot zu nehmen.

Attraktivität steigern

Die UWG weist in ihrem Antrag darauf hin, dass freies WLAN inzwischen vielerorts geplant sei oder bereits existiere. Das steigere die Attraktivität für die Wirtschaft und den Tourismus. Es komme gerade ausländischen Besuchern entgegen, aber auch den Vredenern selbst.

Kämmerer Hermann Schwering konnte in der Sitzung verdeutlichen, dass viele Punkte aus dem Antrag bereits in Arbeit sind: "Das ist schon seit einiger Zeit ein Thema." Angedacht war, dass der Ausbau des freien WLAN-Netzes in Stufen geschieht. Allerdings habe sich rasch herausgestellt, dass eine Installation durch die Stadt selbst zu teuer sei.

Firma Epcan im Gespräch

Allein für die Hardware wären 26000 Euro zu veranschlagen. Auch mit Blick auf die sogenannte Störerhaftung sei es sinnvoll, einen privaten Betreiber zu haben. Schwering berichtete, dass sich ein Unternehmen aus Vreden dafür gefunden habe: Die Firma Epcan habe sich dazu bereit erklärt.

Das freie WLAN soll in einem ersten Teilabschnitt im Bereich des Marktes verwirklicht werden. Bereits in drei bis vier Wochen sei damit zu rechnen, so die Information des Kämmerers. Die Firma Epcan bestätigte dies auf Anfrage der Münsterland Zeitung. Auch wolle die Firma die Kosten übernehmen, so Schwering weiter.

Offizieller Auftraggeber

Bei der Stadt würden lediglich die Stromkosten für die sogenannten Hotspots verbleiben, was aber kaum ins Gewicht falle. Als offizieller Auftraggeber für die Installation werde das Stadtmarketing auftreten.

Diese Entwicklung der Dinge fand im Rat eine positive Aufnahme. "Ich erwarte ein gutes Ergebnis", sagte UWG-Fraktionsvorsitzender Elmar Kampshoff.

Gerd Welper (Grüne) sprach sich dafür aus, das Netz räumlich nicht zu weit auszudehnen: Mit einer Begrenzung schaffe man gleichzeitig einen Anziehungspunkt, der die Touristen zum Markt ziehen könne. Zustimmung zu der von der Stadt vorgestellten Vorgehensweise signalisierte auch CDU-Fraktionsvorsitzender Heinz Gewering.

Konzept erarbeiten

Einstimmig beschloss der Rat, dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu folgen und ein Konzept für die freie WLAN-Nutzung in der Innenstadt zu erarbeiten.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt