Tom Tenostendarp hat seine ersten 100 Tage als Bürgermeister hinter sich. © Privat
Verwaltungsspitze

Fraktionsvorsitzende ziehen Fazit nach 100 Tagen mit neuem Bürgermeister

Nach 100 Tagen mit Tom Tenostendarp als Bürgermeister haben die Fraktionsvorsitzenden ein Fazit gezogen. Sie stellen durchaus Veränderungen zum Vorgänger fest. Nicht alle finden alles gut.

Tom Tenostendarp ist am 1. November als Bürgermeister in Vreden gestartet. Die ersten 100 Tage sind nun rum. Wir haben die Fraktionsvorsitzenden gefragt, wie sie diese Zeit sehen. Was ist positiv, was negativ?

Ulrich Kipp (stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender): Wir als CDU-Fraktion erleben ihn als interessiert, gut vernetzt, immer ansprechbar und sehr bürgernah. Mit der Einrichtung des Ausschusses für Wirtschaft und Digitales wurde direkt nach seinem Amtsantritt ein wesentliches Wahlversprechen umgesetzt.

Reinhard Laurich (SPD): Coronabedingt gab es noch nicht so viel an persönlichem Austausch. Die Gespräche, die es gab, waren angenehm und auf Augenhöhe. Auffällig ist, dass eine Menge mehr in den sozialen Medien gemacht wird: Der neue Bürgermeister dreht gerne Videos. Begrüßenswert: Die Schaffung einer Stelle, die sich um Wirtschaftsförderung kümmern soll.

Gertrud Welper (Grüne): Ein Bürgermeister ist keine Bundeskanzlerin. In der Kommunalpolitik sind 100 Tage eine relativ kurze Zeitspanne, mit Veränderung im überschaubaren Rahmen. Bereits mit dem Vorgänger im Amt pflegte die Fraktion der Grünen eine solide Zusammenarbeit, diese hat sich mit dem neuen Bürgermeister fortgesetzt.

Hendrik Mulder (FDP): Tom ist ein engagierter und fleißiger Bürgermeister. Auch dank ihm hat sich unser Verhältnis zur Verwaltungsspitze deutlich verbessert und die Kommunikation läuft besser. Die Chance, die Öffentlichkeit besser zu beteiligen, hat er leider durch sein zögerliches Verhalten zum Thema Streaming der Ratssitzungen verpasst.

Elmar Kampshoff (UWG): Mehr Bürgermeister und weniger Influencer in sozialen Medien wäre besser. Ich vermisse die Umsetzung des Wahlversprechens „Wirtschaft wird Chefsache“ – gerade jetzt wäre das wichtig.

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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