Feuerwehren aus Vreden, Eibergen und Haaksbergen übten gemeinsam für den Ernstfall

Feuerwehr Vreden

Alarm in Crosewick: Jede Menge Feuerwehrleute rückten am Dienstag in die Vredener Bauerschaft aus. Aus Vreden und Ammeloe, aber auch aus Haaksbergen und Eibergen.

Vreden

26.09.2019, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Feuerwehren aus Vreden, Eibergen und Haaksbergen übten gemeinsam für den Ernstfall

Bei der grenzüberschreitenden Übung waren Kräfte der Brandweer Eibergen, der Brandweer Haaksbergen sowie beider Löschzüge der Feuerwehr Vreden im Einsatz. © Feuerwehr Vreden

Bei der gemeinsamen, grenzüberschreitenden Übung mit der Brandweer Eibergen, der Brandweer Haaksbergen sowie beider Löschzüge der Feuerwehr Vreden gab es Zuschauer: Die Mitglieder des Ausschusses für deutsch-niederländische Zusammenarbeit und die Führungsebene der Feuerwehren schauten sich das Geschehen an.

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Wie die Feuerwehr Vreden mitteilte, lag folgendes Szenario vor: Gegen 19 Uhr wurden alle Einheiten zu einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Vredener Bauerschaft Crosewick gerufen, auf dem es zuvor in einer Scheune zu einem Traktorbrand gekommen war. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass drei Personen vermisst wurden. Außerdem drohte das Feuer auf das angrenzende Wohnhaus überzugreifen.

Zunächst wurden Einsatzabschnitte gebildet, sodass die zuerst eintreffenden Kräfte des Löschzuges Ammeloe mit der Vermisstensuche begannen. Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz mit C-Rohren in das Gebäude vor und konnten zwei Opfer mit Hilfe der Wärmebildkamera zügig ausfindig machen. Es stellte sich hierbei allerdings heraus, dass ein Opfer unter einem Traktorreifen eingeklemmt worden war und mittels hydraulischem Rettungsgerät befreit werden musste.

Feuerwehren aus Vreden, Eibergen und Haaksbergen übten gemeinsam für den Ernstfall

Bei der grenzüberschreitenden Übung waren Kräfte der Brandweer Eibergen, der Brandweer Haaksbergen sowie beider Löschzüge der Feuerwehr Vreden im Einsatz. © Feuerwehr Vreden

Um das angrenzende Wohnhaus zu schützen, ging ein Trupp des Löschzuges Vreden unter schwerem Atemschutz in das Wohnhaus vor. Außerdem konnte mit einem Wenderohr der Drehleiter mit der Brandbekämpfung von oben begonnen werden.

Die niederländischen Kameraden hatten sich von der hinteren Gebäudeseite Zugang verschafft und konnten auch dort unter schwerem Atemschutz zur Menschenrettung in das Gebäude vorgehen. Die dritte Person konnte somit schnell befreit und mit der Brandbekämpfung begonnen werden. Währenddessen stellten weitere Einsatzkräfte die Wasserversorgung von der Berkel bis zur Einsatzstelle her.

Feuerwehren aus Vreden, Eibergen und Haaksbergen übten gemeinsam für den Ernstfall

Bei der grenzüberschreitenden Übung waren Kräfte der Brandweer Eibergen, der Brandweer Haaksbergen sowie beider Löschzüge der Feuerwehr Vreden im Einsatz. © Feuerwehr Vreden

„Grenzüberschreitende Übungen werden regelmäßig durchgeführt, damit vor allem die Kommunikation unter den jeweiligen Einheiten geübt werden kann“, so die Feuerwehr in ihrer Mitteilung. Hinzu kommen die unterschiedlichen Vorangehensweisen der deutschen und niederländischen Feuerwehren, mit denen man sich immer wieder vertraut machen sollte.

Bei der Nachbesprechung in gemütlicher Runde wirkten alle Anwesenden mit dem Übungsverlauf zufrieden. Kritische Dinge konnten direkt angesprochen und somit nach Verbesserungsvorschlägen gesucht werden. „Die Übung war somit ein voller Erfolg“, heißt die Bilanz der Feuerwehr.

Brandmeldeanlage sorgte für zweimaliges Ausrücken

Am Tag nach der Übumg gab es für den Löschzug Vreden gleich zwei Einsätze: Um 22.56 Uhr wurden zwei Gruppen des Löschzuges Vreden mit dem Stichwort „Feuer_Brandmeldeanlage“ zu einem kunststoffverarbeitenden Betrieb auf die Straße „Up de Hacke“ gerufen Die Erkundung vor Ort aber zeigte weder Rauch noch Feuer. Der Melder hatte vermutlich aufgrund eines kleinen Austritts heißen Malothermöls ausgelöst, der zu einer leichten Rauchentwicklung geführt hatte, so die Feuerwehr. Ein Eingreifen der Feuerwehr war nicht erforderlich. Nur ein paar Stunden später, um 1.10 Uhr, ging es erneut für zwei Gruppen des Löschzuges Vreden mit dem selben Stichwort zu dem kunststoffverarbeitenden Betrieb. Erneut war es vermutlich durch den Austritt von Malothermöl zu einer leichten Rauchentwicklung gekommen. Die Feuerwehr konnte ohne Eingreifen wieder abrücken.

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