Auch im Großeinsatz hält die Feuerwehr Vreden möglichst großen Abstand

dzCoronavirus

Das Kontaktverbot gilt natürlich nicht für Feuerwehrleute im Einsatz. Das Coronavirus stellt die Einsatzkräfte aber doch vor Herausforderungen - wie beim nächtlichen Großeinsatz in Ellewick.

Vreden

, 07.04.2020, 13:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mehr als 80 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Vreden waren in der Nacht zu Dienstag in Ellewick bei einem Stallbrand im Einsatz. Hinzu kamen Einsatzkräfte aus Eibergen in den Niederlanden, ein Tierarzt, der Kreisbrandmeister und Polizisten. Eine große Ansammlung von Leuten also – und das in Zeiten des Coronavirus.

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Das Kontaktverbot gilt für solche Einsätze natürlich nicht. Das Retten von Leben und das Löschen eines Feuers gehen vor. Trotzdem versuchen die Feuerwehrleute, einige Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.

Gruppen von Feuerwehrleuten halten voneinander Abstand

„Während des Einsatzes haben wir uns bemüht, die Gruppen der jeweiligen Fahrzeuge zusammen zu halten, damit sie sich nicht mischen“, erklärt Feuerwehr-Chef und Einsatzleiter Christian Nienhaus. Die Einsatzkräfte haben also in Gruppen Abstand gehalten – so gut es eben in einem laufenden Einsatz geht.

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Bei einem Großeinsatz wie in Ellewick klappt das natürlich nicht zu 100 Prozent. Bei kleineren Einsätzen aber wird derzeit sehr genau darauf geachtet, dass die Feuerwehrleute nur in vorher eingeteilten Gruppen aktiv werden. Diese Gruppen sollen so gut es geht zusammenbleiben und sich nicht mischen.

Feuerwehr unter Quarantäne: „Schlimmstes Szenario“

Christian Nienhaus benennt das Risiko: „Wenn einer von uns positiv getestet wird, dann werden ja auch die Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt. Wenn die gesamte Feuerwehr in Quarantäne wäre – das wäre das schlimmste Szenario, das man sich vorstellen kann.“

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Deswegen fallen derzeit auch alle Übungen, Fortbildungen und Versammlungen aus. Trotz allem sei die Feuerwehr aber einsatzbereit, betont Christian Nienhaus. „Wir schotten uns so gut es geht ab und trennen uns. Aber wenn es ernst wird, bleiben wir natürlich nicht zu Hause.“

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