Feuer an der Hoyastraße: Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus

dzBrandstiftung

Für das Feuer an der Hoyastraße ist vermutlich ein Brandstifter verantwortlich. Das hat die Polizei jetzt bestätigt. Der Fall erinnert an die unaufgeklärte Brandserie im vergangenen Jahr.

Vreden

, 11.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Feuer an der Hoyastraße ist vermutlich das Werk eines Brandstifters. „Wir gehen nicht von einem Unfall oder Fahrlässigkeit aus, sondern von vorsätzlicher Brandstiftung“, sagt Thorsten Ohm von der Pressestelle der Kreispolizei im Gespräch mit der Redaktion.

Gegen 22 Uhr am Mittwoch (5. Juni) war in einem Carport an der Hoyastraße ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen hatten schnell auf den Dachstuhl des Wohnhauses übergegriffen. Die Feuerwehr war mehr als fünf Stunden im Einsatz. Das Haus war zunächst unbewohnbar.

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Wohnhausbrand an der Hoyastraße in Vreden

Noch am Abend des Brandes hatten sich Ermittler der Kriminalpolizei den Brandherd im Carport vor Ort angeschaut und Fotos gemacht. Jetzt steht fest, dass es wohl Brandstiftung war. Mehr Details kann Thorsten Ohm auf Nachfrage nicht nennen. „Wir ermitteln in alle Richtungen.“

Erinnerungen an die Brandserie im Sommer 2018

Bei dem Stichwort Brandstiftung werden Erinnerungen wach an die Brandserie im vergangenen Sommer. Damals gab es insgesamt neun bestätigte Brandstiftungen im Raum Vreden und Ahaus. Die Brandserie begann im Juli und endete im Oktober. Zweimal wurden dabei auch Autos unter einem Carport angezündet, einmal in Ammeloe, einmal in Vreden.

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Ob es einen Zusammenhang zwischen dem aktuellen Feuer an der Hoyastraße und der Brandserie gibt, kann Thorsten Ohm nicht sagen. Er verweist auf die laufenden Ermittlungen. Fest steht jedoch, dass der Brandstifter, der im vergangenen Jahr unterwegs war, noch nicht gefasst wurde.

Mehrere Brände in kurzen Abständen

Die Brandserie im Sommer 2018 begann Ende Juli mit einem Scheunenbrand in Hörsteloe (Ottenstein). Nur eine Nacht später brannten eine Scheune im Außenbereich von Ammeloe und ein Pkw unter einem Carport im Dorf Ammeloe. Zwei Nächte später brach ein Feuer in einem Kuhstall in Köckelwick aus. Dann war zweieinhalb Wochen Ruhe, bevor es mit drei Bränden in einer Nacht weiterging. Mitte August brannten kurz hintereinander eine Halle in Lünten, Strohballen in Alstätte und ein Carport in Vreden.

Im September kam es erneut zu einer Brandstiftung an einem Wohnwagen in Vreden. Die Polizei prüfte einen Zusammenhang mit der Brandserie, genau wie bei einer Brandstiftung in einer Scheune in Alstätte.

Die Ermittlungskommission Vrene, die nach den ersten Bränden im Juli 2018 eingerichtet wurde, hat sich inzwischen aufgelöst. „Die Ermittlungen laufen weiter, aber es war keine ganze Ermittlungskommission mehr nötig, weil es keine weiterführenden Hinweise mehr gab“, erklärt Thorsten Ohm. Ob sich das nun nach dem Feuer an der Hoyastraße ändert und die Kommission wieder ihre Arbeit aufnimmt, kann der Polizeisprecher nicht sagen.

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