Eiscafé Arcobaleno in Vreden – Das Warten auf die Eröffnung hat bald ein Ende

dzArcobaleno in Vreden

Endlich ist es soweit: Das neue Eiscafé Arcobaleno eröffnet bald an der Wüllener Straße in Vreden. Inhaberin Aurora Perenzin Rütter freut sich auf die Vredner und ausgefallene Eis-Kreationen.

Vreden

, 04.02.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Erdbeer- und Schokoladeneis oder der Klassiker: Vanille. Aber auch Kiepenkerl, Zitrone-Basilikum oder Eis mit Büffel-Milch aus Bocholt. Arcobaleno in Stadtlohn begeistert die Stadtlohner schon seit 1986 mit italienischen Klassikern und ausgefallenen Neukreationen. Aber nicht nur die Stadtlohner lieben das Eis von Inhaberin Aurora Perenzin Rütter. Auch viele Vredener kommen nach Stadtlohn, um ihr Eis zu genießen. Deshalb gibt es ab Februar ein zweites Eiscafé in Vreden an der Wüllener Straße.

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„Wo ist die Zeit geblieben?“, fragt Aurora Perenzin Rütter und lacht, als Sie daran denkt, wie sie vor über 45 Jahren anfing, Eis zu machen. In Italien aufgewachsen, kam sie mit 14 für einen Ferienjob in eine Eisdiele nach Deutschland. Da war ihr klar: Sie will nichts anderes machen. „Das ist gar keine Arbeit für mich. Ich liebe das Basteln und Ausprobieren mit dem Eis und in einem Eiscafé gibt es nur zufriedene Menschen“, erzählt die heute 62-Jährige begeistert. Deshalb macht es ihr auch in diesem Alter Freude ein neues Projekt anzufangen. Das liegt auch an den Vredenern.

Münsterland als neues Zuhause

„Die Vredener sind ganz tolle Menschen“, findet Aurora Perenzin Rütter. Auch in Stadtlohn hat sie sich damals sofort wohl gefühlt. „Man sagt immer, die Münsterländer seien stur. Das stimmt nicht. Ich finde es hier entspannt und offen.“ Entspannt ging es leider auch beim Umbau der neuen Eisdiele in Vreden zu. Schon im Herbst 2018 fiel nach einem intensiven Gespräch mit dem Vermieter die Entscheidung, eine neue Eisdiele zu eröffnen. „Da hatten wir das Lokal noch gar nicht gesehen“, gesteht sie lachend ein. „Aber es war als hätte das jemand so gesteuert und wir haben nach wenigen Stunden zugesagt.“

Eiscafé Arcobaleno in Vreden – Das Warten auf die Eröffnung hat bald ein Ende

Bald eröffnet in Vreden das Eiscafe Arcobaleno. Inhaberin Aurora Penenzin Rütter freut sich schon auf den neuen Standort in Vreden, auch weil Sie die Vredener so mag. © Christin Lesker

Dann hat der Umbau wegen des Handwerker-Mangels viel länger gedauert als gedacht. „Ich wollte niemanden stressen und habe gesagt, es eilt nicht. Damit meinte ich nicht, ich will mehrere Monate warten“, gibt die 62-Jährige zu und lacht. Am Ende hat es fast zehn Monate gedauert. Aber im Februar ist es endlich so weit. „Ich freue mich, dass es bald losgeht“, sagt Aurora Perenzin Rütter.

Kleines Lokal, wie in Italien

Im Moment arbeiten Aurora Perenzin Rütter, ihr Mann Matthias und Sohn Manuel Rütter fleißig am Feinschliff in dem kleinen Café. Wann genau im Februar die Neueröffnung ist, steht noch nicht fest. Frische grüne Wände, pinke Stühle und bunte Blumen im Eingangsbereich locken schon viele neugiereige Blicke von draußen. Dass die Vredener gespannt warten, wird deutlich, als die Redaktion das neue Café in Vreden besucht.

Zwei Frauen lugen durch die Tür. „Oh geht es bald endlich los? Wir kennen das Eis aus Stadtlohn, es ist immer so kreativ gemacht“, freuen sich die beiden. „Viele Leute nehmen ihr Eis lieber mit nach Hause“, weiß Aurora Perenzin Rütter aus Erfahrung. Deshalb ist das Arcobaleno in Vreden deutlich kleiner als in Stadtlohn, wo über zehn Mitarbeiter angestellt sind. „Es ist wie in Italien, dort gibt es auch kleine Eiscafés an jeder Ecke.“

Leidenschaft und der Blick fürs Besondere

„In die Küche habe ich bis jetzt keinen anderen gelassen“, macht die 62-Jährige schmunzelnd klar. Für ihre immer neuen Eissorten schenkt Aurora gerne den Zutaten Aufmerksamkeit, die sonst nicht wahrgenommen werden. „Ich pflanze verschiedene Kräuter und auch Zitronen selber an, suche im Herbst nach Holunderblüten, oder mache Eis mit den Rosenblättern aus meinem Garten.“ Mit solchen Kreationen ist Arcobaleno vor einigen Jahren auch bei einem Wettbewerb angetreten. Von den 2000 Teilnehmern aus aller Welt, haben sie den 23. Platz belegt. Das Erfolgsrezept scheint überraschend simpel.

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Um ein gutes Eis zu machen, da ist sich die 62-Jährige sicher, braucht es nur eins: Leidenschaft. Ein Kollege habe mal zu ihr gesagt: „Aurora macht kein Eis, sie ist Eis.“ Wenn die gebürtige Italienerin beginnt, von den Menschen, den Geschmäckern oder intensiven, natürlichen Farben eines Fruchteis zu schwärmen, wird klar: Leidenschaft hat sie genug!

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