Darum haben sich die Bauarbeiten an der Kreuzung B70/Ringstraße um sechs Monate verzögert

dzGroßbaustelle B70

Zehn Monate wurde im Bereich B70 und Ringstraße in Vreden gebaut. Das sind sechs Monate mehr als geplant. Woran das liegt und warum der Umbau überhaupt nötig war, haben wir zusammengefasst.

Vreden

, 02.07.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Verkehr fließt wieder auf der B70 und der Ringstraße. Nach zehn Monaten Bauarbeiten wurde der Kreuzungsbereich Anfang Juni wieder freigegeben. Jetzt haben sich die Verantwortlichen von Baufirma, Landesbetrieb, Kreis und Stadt Vreden vor Ort getroffen, um die Baustelle offiziell für beendet zu erklären.

An zwei Kreuzungen wurden Ampeln aufgestellt, Radwege neu angelegt und saniert, eine Mittelinsel mit Abbiegespur gebaut und Asphalt erneuert. Hier kommen einige Zahlen zu der Großbaustelle.

Sechs Monate haben sich die Bauarbeiten verzögert. Baustart war im Juli 2018, damals hieß es, man könne die Baustelle wohl Ende des Jahres beenden. Tatsächlich wurden die beiden umgebauten Kreuzungen erst Anfang Juni 2019 freigegeben. Bruno Tenhumberg vom Landesbetrieb Straßen.NRW erklärt, warum: „Im Verlauf der Bauarbeiten haben wir festgestellt, dass die Pläne geändert werden müssen. Das nimmt natürlich Zeit in Anspruch.“

Winter verzögert Bauarbeiten um mehrere Monate

Konkret ging es dabei zum Beispiel um Höhenunterschiede oder Neigungen, die erst während der Arbeiten aufgefallen sind. Dazu kommt, dass die Baufirmen viel zu tun haben und nicht immer ausreichend Personal zur Verfügung stellen können. Der größte Faktor ist für Bruno Tenhumberg aber ganz klar der Winter: „In den Wintermonaten können wir nicht bauen, die Zeit ist einfach weg. Aber danach wurden die Arbeiten ja ruckzuck beendet.“

27.000 Fahrzeuge benutzen täglich die Kreuzung B70/Ringstraße. Hier kommt einiges zusammen: die Bundesstraße Richtung Südlohn oder Gronau, der Verkehr vom oder zum Industriegebiet Gaxel, die anliegenden Unternehmen an der Straße Heckebree, die Verbindung zwischen den Grundstücken der Firma Schmitz Cargobull und der allgemeine Pendlerverkehr auf der Umgehungsstraße. „Das ist eine der Stellen in Vreden, an denen es sich öfter mal geknubbelt hat“, meint Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch.

Zwei Ampelanlagen sollen dieses Problem nun lösen. Eine steht an der Kreuzung B70/Ringstraße, eine weitere an der T-Kreuzung Ringstraße/Südlohner Diek. „Die beiden Anlagen sind miteinander verbunden und verkehrsabhängig geschaltet“, erklärt Hubertus Ebbeskotte, Abteilungsleiter Betrieb und Verkehr in der Regionalniederlassung Münsterland von Straßen-NRW. Die Ampeln sollen vor allem für mehr Verkehrssicherheit sorgen.

Jahrelange Planungen wurden in die Tat umgesetzt

10 Jahre haben die Verantwortlichen sich mit der Verbesserung der Knotenpunkte beschäftigt. 2008 wurde an der Kreuzung B70/Ringstraße zunächst die separate Rechtsabbiegerspur zurückgebaut, da dort zu viele Unfälle passiert sind. Seitdem gab es etliche Termine und Abstimmungen, schließlich treffen hier Bundes-, Kreis- und Kommunalstraße aufeinander.

Ein Kilometer Radweg wurde entlang der Ringstraße von der Kreuzung mit der B70 bis zur Kreuzung mit der Winterswijker Straße saniert und auf 2,50 Meter verbreitert. Außerdem wurde der Asphalt an beiden Kreuzungen und auf der Ringstraße bis zur Winterswijker Straße komplett erneuert. Und wo die Bauarbeiten einmal liefen, wurde auch gleich eine neue Mittelinsel mit Abbiegespur zum neuen Wohngebiet Buskamp gebaut.

2,4 Millionen Euro haben die Maßnahmen insgesamt gekostet. Zwei Drittel davon hat der Landesbetrieb Straßen.NRW übernommen, ein Drittel teilen sich Kreis und Stadt.

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