Nicht jeder kann sich auf das Coronavirus testen lassen - Kreis Borken nennt die Kriterien

Coronavirus

Wie hoch die Dunkelziffer beim Coronavirus ist, kann niemand sagen. Denn es wird längst nicht jeder getestet. Der Kreis Borken erklärt, warum das so ist und bei wem ein Test durchgeführt wird.

Vreden

, 18.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nicht alle Verdachtsfälle werden getestet.

Nicht alle Verdachtsfälle werden auf das Coronavirus getestet. © picture alliance/dpa

Ich muss mich mal testen lassen, ich habe in letzter Zeit oft so leichte Kopfschmerzen.“ Solche und ähnliche Kommentare hört und liest man in den letzten Tagen immer häufiger. Doch so einfach auf das Coronavirus testen lassen, kann sich nicht jeder.

„Wir bekommen in der Hotline sehr oft solche Anrufe“, bestätigt auch Kreispressesprecher Karlheinz Gördes. Die Sorgen kann er durchaus nachvollziehen, er sagt aber auch deutlich: „Wir können nicht jeden testen.“

Labore arbeiten schon jetzt unter Volllast

Die Ressourcen müssen geschont werden. Aber warum? Geht es da ums Geld? „Nein. Wir haben einfach nicht genug Testsätze für alle und die Labore arbeiten schon jetzt unter Volllast“, erklärt Karlheinz Gördes.

Jetzt lesen

Deswegen entscheiden vorrangig die Hausärzte, wer auf das Coronavirus getestet wird. Wer einen konkreten Verdacht hat, kann sich also an den Hausarzt wenden. Der entscheidet dann anhand der Symptome, der letzten Sozialkontakte und Auslandsaufenthalte, ob ein Test notwendig ist.

Kontaktpersonen werden nicht immer getestet

Wenn jemand nachweislich infiziert ist, meldet sich das Gesundheitsamt bei dessen Kontaktpersonen. Doch auch bei denen wird nicht immer ein Test durchgeführt. Nur wenn jemand Symptome zeigt, zur Risikogruppe gehört oder zum Beispiel mit Personen in der Risikogruppe arbeitet, wird ein Test angeordnet.

Ansonsten werden die Kontaktpersonen vorsorglich in die häusliche Quarantäne geschickt und bei täglichen Anrufen nach Symptomen gefragt.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt