Es gibt immer mal wieder infizierte Personen im Kreis, die keiner der 17 Kommunen zugeordnet werden können. © DPA
Coronavirus

Corona-Infizierte im Kreis: Nicht alle Infizierten einer Kommune zuzuordnen

312 Personen sind aktuell (18. August) im Kreis Borken mit dem Virus infiziert. Die meisten von ihnen sind einer der 17 Kommunen zugeordnet. Aber nicht alle. Wir erklären, wie das sein kann.

Steigende Neuinfektionen und eine Inzidenz jenseits der ab Freitag (20. August) relevanten 35er-Marke – das Infektionsgeschehen im Kreis Borken ist in den vergangenen Wochen ausschließlich dynamisch in eine Richtung gegangen.

Über die aktuellen Zahlen informiert der Kreis täglich und ausführlich in seinem Covid-19-Dashboard. Dort ist die Gesamtzahl der Infektionen, die Zahl der Gesundeten, die der aktuell Infizierten oder auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion aufgelistet.

Nachfrage beim Kreis

Mehr noch: Diese Werte gibt es auch aufgeschlüsselt für jede einzelne der 17 Kommunen im Kreis. Seit einigen Wochen taucht in dieser Übersicht allerdings auch die Spalte „abweichender Meldeort“ auf.

44 Infektionen sind diesem bisher insgesamt zugeordnet. Aktuell infiziert ist dort eine Person (Stand 18. August). Doch was verbirgt sich dahinter? Und: werden die Zahlen dem Gesamtwert im Kreis zugerechnet? Nachfrage im Kreishaus in Borken.

Kreis-Pressesprecherin Ellen Bulten erklärt: „Das ist der Vollständigkeit halber.“ Also nur eine statistische Sache? Ja und Nein. Natürlich geht es darum, alle Infektionen im Kreis zu erfassen, nur nicht alle lassen sich einer der 17 Kommunen zuordnen.

Erklärung ist plausibel

Was zunächst irritierend klingt, ist letztlich ganz plausibel. Es handelt sich um Personen, so erklärt es Ellen Bulten, die sich im Kreis Borken in Quarantäne befinden, nicht aber hier gemeldet sind.

Das können zum Beispiel Personen mit stationärem Aufenthalt in einem Kreiskrankenhaus oder aber Studenten, die im Kreis nicht ihren ersten Wohnsitz gemeldet haben, sein.

Statistisch werden diese Personen natürlich auch vom RKI erfasst. Seit Juli tut das jetzt auch der Kreis in seinem Dashboard mit der Extraspalte „abweichender Wohnort“. „Diese Zahlen müssen ja schließlich zu finden sein“, macht Ellen Bulten deutlich.

Geringe Fallzahlen

Einfach irgendeiner anderen Kommune im Kreis die Infektion zuordnen, etwa Ahaus, weil die betreffende Person dort in ihrem Zweitwohnsitz die Quarantäne absitzt, ist eben nicht möglich.

Zwar werden auch diese Personen vom Kreisgesundheitsamt betreut und statistisch für den Kreis erfasst, können aber eben nicht einer Kommune zugerechnet werden. „Es sind ohnehin geringe Fallzahlen und damit eher die Ausnahme“, so die Kreis-Pressesprecherin.

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