Bringt das Konjunkturpaket echte Hilfe für die Vredener Stadtkasse?

Coronavirus

Im Corona-Konjunkturpaket ist auch die Ansage enthalten, dass Bund und Länder die Defizite bei den Gewerbesteuereinnahmen je zur Hälfte ausgleichen wollen. Freut sich Vredens Kämmerer darüber?

Vreden

, 12.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ob das Konjunkturpaket auch der Vredener Stadtkasse helfen wird? Kämmerer Jürgen Buckting wartet lieber ab (Symbolbild).

Ob das Konjunkturpaket auch der Vredener Stadtkasse helfen wird? Kämmerer Jürgen Buckting wartet lieber ab (Symbolbild). © Markus Gehring

Die große Koalition in Berlin hat jüngst das Corona-Konjunkturpaket vorgestellt. Nicht nur Unternehmen, auch Kommunen sollen unter dem Rettungsschirm Hilfe finden. Ihnen drohen massive Mindereinnahmen beispielsweise bei der Gewerbesteuer.

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Es wurde angekündigt, dass der Bund und die Länder die Defizite je zur Hälfte ausgleichen. Hat die Ankündigung Freude ausgelöst bei Vredens Kämmerer Jürgen Buckting, rechnet er mit merklicher Hilfe? Vielleicht liegt es an seiner typisch westmünsterländischen Zurückhaltung, eher aber wohl an der unklaren Lage: „Das weiß keiner“, lautet seine Antwort.

Echte Hilfe für die Vredener Stadtkasse?

Denn mehr als die Ankündigung sei noch nicht raus, betont Vredens Kämmerer. Werden Bedingungen geknüpft an die Auszahlungen, wie werden sie berechnet, wird zwischen „wohlhabenden“ und „armen“ Kommunen unterschieden?

Er gehe aktuell von mindestens zehn Prozent weniger Steuer-Einnahmen aus. Also 1,5 Millionen Euro weniger Gewerbesteuern, 1 Million Euro weniger Einkommenssteuern und 200.000 Euro weniger Umsatzsteuern. Aber was die Umsatzsteuer angeht: „Vielleicht kaufen die Leute ja jetzt wieder mehr“, blickt er nach der Ankündigung der sinkenden Mehrwertsteuer voraus.

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„Aber das sind Mutmaßungen“, schränkt Jürgen Buckting ein. Er selbst geht die Sachlage mit Bedacht an: „Ich warte auf die Dinge, die da kommen werden.“

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