Der Bremer Platz dient momentan als Parkplatz. Seit Jahren steht fest, dass er bebaut werden soll. © Markus Gehring
Vredener Innenstadt

Bremer Platz steht erneut zum Verkauf – ohne konkrete Bauvorgaben

Dass der Bremer Platz in der Vredener Innenstadt bebaut werden soll, steht seit Jahren fest. Doch jetzt geht die Stadt wieder einen Schritt zurück. Das Grundstück steht öffentlich zum Verkauf.

Es geht von vorne los am Bremer Platz mitten in der Innenstadt. Das Grundstück, das an den Domhof angrenzt, steht erneut zum Verkauf – und zwar ohne die Festlegung auf ein bestimmtes Bauprojekt wie bisher. Das hat der Rat bereits vor einigen Wochen in nicht-öffentlicher Sitzung beschlossen.

Jetzt informiert die Stadt in einer Pressemitteilung über die neue Entwicklung. Damit ist der bislang favorisierte Entwurf für den Bremer Platz vom Tisch. „Wir haben leider keinen Investor gefunden, der die bestehende Konzeption umsetzen wollte“, gibt Joachim Hartmann, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, zu.

Ursprünglicher Investor ist im Juni abgesprungen

Eigentlich hatte sich der Rat bereits 2019 auf einen Entwurf für die Bebauung festgelegt. Vier Pläne von unterschiedlichen Investoren standen damals zur Auswahl. Doch der Investor, der den Zuschlag bekam, konnte keinen Ankermieter gewinnen. Heißt: Er fand keinen Einzelhändler, der die Verkaufsfläche im Erdgeschoss mieten wollte. Das war aber Bedingung der Stadt Vreden für den Grundstücksverkauf.

Im Juni 2020 suchte die Stadt nach einem neuen Investor. Der sollte allerdings den bereits beschlossenen Plan umsetzen. Dazu war offenbar niemand bereit. Deswegen bietet die Stadt den Bremer Platz nun wieder ohne solche Vorschriften zum Kauf an. „Wir hoffen, dass wir so vielleicht noch ganz neue Interessenten finden“, sagt Joachim Hartmann.

Ankermieter im Erdgeschoss ist eine Bedingung

Das Grundstück verfügt über 2357 Quadratmeter unbebaute Fläche. Der Kaufpreis entspricht dem derzeit gültigen Bodenrichtwert in Höhe von 360 Euro pro Quadratmeter. Der Rat hat zudem einige Rahmenbedingungen beschlossen. Die erforderlichen Parkplätze sind auf der Fläche selbst auszuweisen. Die Verlegungskosten für den öffentlichen Abwasserkanal sowie die sonstigen Versorgungsleitungen muss der Käufer nicht zahlen.

Im Erdgeschoss sind Räumlichkeiten für den Einzelhandel einzurichten, wobei die Nutzung mit einem frequenzbringenden Ankermieter seitens der Stadt Vreden favorisiert wird. „Das ist sicher nicht einfach. Aber die Büro- und Wohnflächen in den Obergeschossen lassen sich sehr gut vermitteln“, meint Joachim Hartmann.

Bebauung des Bremer Platzes soll Innenstadt attraktiver machen

In dem inzwischen fortgeschriebenen Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK), das umfassende Vorschläge und Möglichkeiten für die weitere Entwicklung der Vredener Innenstadt aufzeigt, wird unter anderem als Maßnahme die Bebauung des Bremer Platzes vorgestellt. Ziel dieser Maßnahme ist es, eine Verbesserung des Einzelhandels- und Wohnangebotes und eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt zu erreichen.

Interessenten können sich bis zum 26. Februar 2021 an die Stadt Vreden, Fachabteilung Wirtschaft und Bauen wenden, um detaillierte Informationen zu erhalten. Ansprechpartnerin ist Christian Micheel, E-Mail: christian.micheel@vreden.de

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Als gebürtige Vredenerin habe ich mich aus Liebe zur Region ganz bewusst für den Job als Lokaljournalistin in meiner Heimat entschieden. Mein Herz schlägt für die Geschichten der Menschen vor Ort. Ich möchte informieren, unterhalten und überraschen.
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