Beim Mühlentag gab der Möllenkring heiße Tipps zum Backofenbetrieb

Mühlentag in Vreden

Viele Besucher ließen sich zum Mühlentag am Pfingstmontag von den Mitgliedern des „Möllenkrings“ die Funktion der Huningschen Wassermühle erklären. Auch eine Gruppe aus Graes.

Vreden

, 12.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Beim Mühlentag gab der Möllenkring heiße Tipps zum Backofenbetrieb

Am Pfingstmontag schauten sich viele Besucher die Huningsche Wassermühle an – hier eine Besuchergruppe aus Graes – „Möllenbaas“ Fritz Volmer (r.) erläuterte ihnen die Geschichte der Mühle. © Anne Rolvering

Mühlentag am Pfingstmontag: Es war einiges los an der Huningschen Wassermühle. Eine Besuchergruppe aus Graes wollte sich bei den Mitgliedern des „Möllenkrings“ des Heimatvereins Vreden Anregungen zum Betrieb ihres eigenen Spiekers holen. „Wir bauen einen Spieker mit Backofen und freuen uns über die vielen wertvollen Tipps der Mitglieder des Möllenkrings“, sagte Bernd Wessling, Leiter des Heimatvereins Graes.

Während Heinrich Overbeck, Bernd Esseling, Helmut Becking und Hermann Lansing das Brot anboten, das Anton Winters und Jörg Geesink im Backhaus in Doemern gebacken hatten, blieben viele Besucher stehen, um die plattdeutsche Ansprache von „Möllenbaas“ Fritz Volmer zur Geschichte der Wassermühle zu hören.

1811 wurde die Wassermühle errichtet

In der Hand hielt er ein altes Buch, den „Code Napoleon“ – Napoleons Gesetzbuch. „Neben der Freiheit brachte uns Napoleon die Gewerbefreiheit. Diese nutzte Bauer Bernhard Huning aus Ammeloe und stellte den Antrag zum Bau einer Wassermühle“, sagte Fritz Volmer. So baute Huning im Jahr 1811 die Mühle am Bach in Ammeloe.

Mit einer wechselvollen Geschichte verrichtete die Mühle bis 1948 auf dem Hof in Ammeloe ihren Dienst – von da an aber verfiel sie immer mehr.

1976 „wiederentdeckt“

„Im Jahr 1976 besichtigte ich mit Wilhelm Elling die Huningsche Wassermühle in Ammeloe und wir kamen zum Entschluss, dass sie gerettet werden musste“, hob Fritz Volmer hervor. So erwarb der Heimatverein Vreden die Mühle im Jahr 1992, die Mitglieder bauten sie ab und lagerten sie ein.

Von 1996 bis 1998 wurde sie an ihrem jetzigen Standort, in der Bauernhofanlage an der Berkel, von vielen Ehrenamtlichen und fachkundigen Handwerkern wieder errichtet. „Seit dem Bau des Kults steht das Wasserrad leider nicht mehr im Wasser und muss erst wieder erneuert werden, damit der Mahlvorgang in der Huningschen Wassermühle wieder in Betrieb genommen werden kann“, sagte Fritz Volmer.

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