Die kurzfristige Bedarfsanalyse hat ergeben: Auch an der Norbertschule können Mittel aus dem Förderprogramm von Bund und Ländern in den Ausbau des Ganztagsbetriebs investiert werden. Der Schulträger hofft auf eine schnelle Bewilligungszusage. © Victoria Garwer (Archiv)
Investitionsprogramm

Bedarf ist da: Stadt Vreden bewirbt sich um Fördermittel zum OGS-Ausbau

Nach Bedarfsabfrage stellt die Stadt Vreden Anträge zum zusätzlichen Investitionsprogramm für den Ganztagsausbau an Grundschulen. Zugleich gibt es eine gute Nachricht für alle Schulträger.

Auf das zusätzliche Investitionsprogramm zur Abmilderung von Corona-Folgen für den Ausbau und die Stärkung der Ganztagsbetreuung hat die Stadt Vreden schnell reagiert. Angesichts der zeitnahen Antragsfrist für die Schulträger zum 28. Februar wurden die Bedarfe kurzerhand abgefragt und in Anträgen zusammengetragen.

„Wir haben die Anträge soweit erstellt, dass diese noch in dieser Woche gestellt werden“, erklärt der Erste Beigeordnete Bernd Kemper auf Nachfrage. Und er hat noch eine kurzfristige, gute Nachricht für die Kommunen parat: „Am Mittwoch hat uns die Mitteilung der Bezirksregierung erreicht, dass die Antragsfirst bis zum 19. März verlängert wurde.“

In Nordrhein-Westfalen stehen rund 158 Millionen Euro Bundesmittel zur Verfügung, die durch das Land und die Kommunen jeweils um knapp 34 Millionen Euro ergänzt werden. Zuwendungsempfänger sind die Schulträger von Schulen in öffentlicher Trägerschaft und Träger von genehmigten Ersatzschulen. Auf den Kreis Borken entfallen aus diesem Förderprogramm von Bund und Ländern rund 4,3 Millionen Euro. Diese Summe ist auf die Einrichtungen und Kommunen geschlüsselt, auf die Stadt Vreden entfällt ein Budget von 278.500 Euro.

Förderrahmen kann voll ausgeschöpft werden

Und diesen Rahmen wird der Schulträger auch voll ausschöpfen können, wie Bernd Kemper berichtet. Nach Bedarfsabfrage entfällt auf die St.-Norbert-Schule eine Fördersumme von 145.000 Euro, an der St.-Marien-Schule stehen 92.000 Euro zu Buche, an der Hamalandschule 90.000 Euro. Macht eine Gesamtsumme in Höhe von 327.000 Euro. Der Investitionszuschuss, sofern vollumfänglich erteilt, decke folglich 85 Prozent ab, sodass ein Eigenanteil für die Stadt von 15 Prozent verbliebe.

Die beantragten Maßnahmen an den drei Einrichtungen sind vielfältig. Zum einen geht es um kleinere Umbau- und Sanierungsmaßnahmen einschließlich des Einbaus von Akustikelementen zur Verbesserung der Lärmwerte sowie der Erstellung eines Vordaches und eines Sonnenschutzes. Verbesserungen sollen ebenso in der Beleuchtung und auch hinsichtlich der Wlan-Netze innerhalb der OGS-Räume geschaffen werden.

Gleichzeitig sind Maßnahmen die Außenanlagen betreffend geplant, hier insbesondere Außen-Spielgeräte und Sonnensegel. Zu guter Letzt sind Investitionen in Ausstattungsgegenstände wie Lernspielzeug, Fahrräder, Musikanlage oder auch Sportübungsgeräte eingeschlossen.

Schulträger hofft auf rasche Bewilligungszusage

Während die Antragsfrist verlängert wurde, stehen die weiteren Daten laut ursprünglicher Verwaltungsvereinbarung zu den „Finanzhilfen des Bundes für das Investitionsprogramm zum beschleunigten Infrastrukturausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder“: Die bewilligten Maßnahmen müssen bis zum 30. Juni begonnen werden und sind bis zum 31. Dezember dieses Jahres durchzuführen.

„Die Stadt hofft daher auf eine rasche Bewilligungszusage“, weist Bernd Kemper auf die Dringlichkeit dieser kurzfristigen Antragsbearbeitung hin.

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