Tageslicht und breite Gänge: Aldi-Neubau an der Wüllener Straße überzeugt die Kunden

dzAldi in Vreden

Der neue Aldi-Markt an der Wüllener Straße in Vreden hat am Montag eröffnet. Die Kunden waren begeistert, fragten sich aber auch, warum der Neubau überhaupt nötig war.

Vreden

, 09.03.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Parkplatz an der Wüllener Straße ist voll am Montagmorgen. Die neue Aldi-Filiale eröffnet und das wollen sich viele Kunden nicht entgehen lassen. Schon von außen ist zu erkennen, was sich hier getan hat.

Zum einen ist das Gebäude größer, dafür sind Parkplätze weggefallen. Zum anderen hat der Neubau rundherum viele große Fenster. Nicht unbedingt typisch für einen Supermarkt, bestätigt auch Aldi-Geschäftsführer Heinz-Bernd Eden. „Früher hatten wir oft nur ganz kleine Oberlichter, häufig mit Milchglas. Heute baut man anders, damit auch Tageslicht in die Räume kommt“, erklärt er.

Provisorium im Zelt ist Vergangenheit

Das fällt auch den Kunden direkt auf. „Es ist richtig schön hell und freundlich“, sagt Claudia Kemper, die mit ihrer Tochter zum Eröffnungstag gekommen ist. „Und die Gänge sind so breit.“ Tatsächlich kann auf beiden Seiten des Gangs ein Einkaufswagen stehen und trotzdem kommt man mit einem Wagen noch durch.

Begegnungsverkehr ist dank der breiten Gänge kein Problem mehr im neuen Aldi-Markt.

Begegnungsverkehr ist dank der breiten Gänge kein Problem mehr im neuen Aldi-Markt. © Victoria Garwer

Der alte Markt an der Wüllener Straße wurde im August 2019 abgerissen. Der Verkauf ging seitdem in einem Zelt an der Ottensteiner Straße weiter. „Das wurde von den Kunden sehr gut angenommen und einige waren richtig traurig, als wir es in der vergangenen Woche wieder abgebaut haben“, sagt Regional-Verkaufsleiter Guido Bügers.

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Nach nur sieben Monaten Bauzeit konnte nun der Neubau eröffnet werden. „Das ist schon Rekordzeit und man muss sagen: Wenn wir einen richtigen Winter mit Frost gehabt hätten, wäre das auch nicht möglich gewesen“, so Heinz-Bernd Eden.

Mehr Fläche, aber nicht mehr Produkte

Die Verkaufsfläche hat sich durch den Neubau von 740 auf 962 Quadratmeter erhöht. Doch mehr Artikel werden nicht angeboten. „Es hat sich vor allem das Einkaufserlebnis geändert. Die Gänge sind breiter, die Regale übersichtlichter“, erklärt Guido Bügers.

Neu ist das sogenannte Convenience-Regal. Hier werden Pilze, Frühlingszwiebeln oder Salat gekühlt angeboten. Außerdem gibt es fertig gezupften Salat und Smoothies.

Das Convenience-Regal ist eine Neuerung im Aldi an der Wüllener Straße.

Das Convenience-Regal ist eine Neuerung im Aldi an der Wüllener Straße. © Victoria Garwer

Etwas verwundert steht am Eröffnungstag ein älterer Herr vor diesem Kühlregal. „Warum werden denn auf einmal Waren gekühlt, die vorher immer so im Laden lagen? Aber gut, schaden kann es ja nicht“, meint der Vredener, der seinen Namen nicht nennen möchte.

Kurz vor dem Abriss wurde der Aldi-Markt noch renoviert

Und noch eine Sache wundert einige Kunden. „Hier wurde doch kurz vor dem Abriss erst renoviert“, sagt eine Frau. „Stimmt“, bestätigt Guido Bügers. Warum das Gebäude kurz danach abgerissen wurde, hängt auch mit dem Aldi-Markt an der Straße Up de Hacke zusammen.

Dieser Markt ist sehr klein und alles andere als modern: dunkel, enge Gänge, kleine und alte Einkaufswagen. „Das Gebäude gehört uns nicht, deswegen sind unsere Möglichkeiten dort eingeschränkt“, so Guido Bürgers. Vor zwei Jahren habe es Gespräche mit einem Investor gegeben, diese Pläne haben sich dann jedoch wieder erledigt.

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„Damit sich in Vreden aber wenigstens irgendwas tut, haben wir uns dazu entschieden, den Markt an der Wüllener Straße mit einem Neubau auf den allerneuesten Stand zu bringen“, erklärt Guido Bügers. Die Regale, die damals bei der Renovierung neu angeschafft wurden, stehen jetzt in einem anderen Markt.

Spende an der Kindergarten statt großer Feier

Die Eröffnung am Montag hat das Unternehmen übrigens nicht wie üblich mit Luftballons und einer Tombola gefeiert. „Das ist längst nicht mehr zeitgemäß, das kann man heute auch anders machen“, findet Heinz-Bernd Eden. Stattdessen hat Aldi mit dem Vredener Kindergarten Arche Noah zusammengearbeitet.

Die Kinder haben am Eingang selbstgebastelte Blumen an die Kunden übergeben.

Die Kinder haben am Eingang selbstgebastelte Blumen an die Kunden übergeben. © Victoria Garwer

Die Kinder haben in den letzten drei Wochen tausend Blumen gebastelt, die sie am Eingang an die Kunden verteilt haben. Außerdem haben sie die Chance genutzt und Spenden gesammelt für eine neue Caféteria im Kindergarten. Dieses Projekt hat Aldi dann als Überraschung noch mit einem Scheck über 1000 Euro unterstützt.

Guido Bügers hat einen Scheck über 1000 Euro an die Leiterin des Kindergartens Arche Noah Heike Geisler übergeben.

Guido Bügers hat einen Scheck über 1000 Euro an die Leiterin des Kindergartens Arche Noah Heike Geisler übergeben. © Victoria Garwer

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