1000 Liter verdünnte Ameisensäure ausgelaufen – großer Feuerwehreinsatz in Ammeloe

Gefahrguteinsatz in Vreden

„Gefahrguteinsatz“ für die Feuerwehr: Am Montag war in Ammeloe verdünnte Ameisensäure ausgelaufen. Es ging darum, ein Ausbreiten in die Kanalisation und in einen Bach zu vermeiden.

Vreden

29.10.2019, 12:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
1000 Liter verdünnte Ameisensäure ausgelaufen – großer Feuerwehreinsatz in Ammeloe

Unter schwerem Atemschutz und in Chemikalienschutzanzügen streuten die Feuerwehrleute Chemikalienbinder, nachdem an einem Betrieb an der Hauptstraße in Ammeloe Ameisensäure ausgelaufen war. © Freiwillige Feuerwehr Vreden

Großeinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Vreden am Montagabend: An einem Betrieb auf der Hauptstraße in Ammeloe waren aus bislang ungeklärter Ursache bis zu 1000 Liter verdünnter Ameisensäure ausgelaufen – und teilweise auch in das Abwassersystem des Betriebes gelangt.

Mit 68 Leuten rückte die Feuerwehr aus, der Löschzug Ammeloe und eine Gruppe des Löschzuges Vreden waren vor Ort – ebenso der Bereitschaftsdienst des Vredener Klärwerks, Vertreter des Ordnungsamts der Stadt Vreden, die Polizei Kreis Borken und Vertreter der Unteren Wasserbehörde.

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Es war 19.15 Uhr, als der Alarm mit dem Stichwort „Gefahrguteinsatz“ die freiwilligen Feuerwehrleute erreichte. Wie die Feuerwehr mitteilte, hatten Mitarbeiter des Betriebs bereits vor Eintreffen der Feuerwehr einen Schieber im Abwassersystem geschlossen, um eine unkontrollierte Ausbreitung der verdünnten Ameisensäure in das öffentliche Wassernetz zu verhindern.

Nach der Erkundung und Rücksprache mit dem Bereitschaftsdienst der Kläranlage und der Unteren Wasserbehörde streute ein Trupp der Feuerwehr unter schwerem Atemschutz und Chemikalienschutzanzügen die Säure mit Chemikalienbinder ab, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Bach wurde nicht verunreinigt

Gleichzeitig wurde der angrenzende Bach kontrolliert. Dort konnte keine Verunreinigung festgestellt werden. Im weiteren Verlauf wurde der Chemikalienbinder aufgenommen und in einem geeigneten Behälter aufgefangen. Wegen der starken Verdünnung der Säure konnte die geringe verbliebene Menge nach Rücksprache mit der Unteren Wasserbehörde bedenkenlos in die städtische Kläranlage zugeführt werden. „Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung“, so die Feuerwehr.

160 Kilogramm Chemikalienbinder eingesetzt

Insgesamt wurden zwei Trupps unter schwerem Atemschutz und Chemikalienschutzanzügen eingesetzt, um die Säure mit 160 Kilogramm Chemikalienbinder aufzunehmen. Nach rund drei Stunden konnte der Einsatz beendet werden und die Fahrzeuge an den Standorten wieder einsatzbereit gemacht werden.

Die Polizei beschlagnahmte den leckgeschlagenen Behälter. Die Ursache für das Auslaufen soll ermittelt werden. Für die Dauer des Einsatzes kam es zu Verkehrsbehinderungen im Bereich der Hauptstraße und der Kreisstraße 16.

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