Vor allem ältere Menschen können schnell Opfer von Telefonbetrug werden. © dpa
Betrugsmasche

So versuchen Betrüger, die Bürgerbefragung in Unna-Massen zu missbrauchen

In Unna-Massen führt die Stadt gerade eine Bürgerbefragung durch - es geht um die Ansiedlung des neuen Einkaufszentrums. Das versuchen jetzt Betrüger dreist auszunutzen.

Seit diesem Montag, 19. April, ist die Meinung der Massener Bürgerinnen und Bürger gefragt. Ganz konkret geht es um die geplante Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes und Discounters rund um die Massener Bahnhofstraße/Kletterstraße. Die Stadt will durch die Befragung die Meinung der Menschen vor Ort in die Entscheidungsfindung einfließen lassen.

Betrüger melden sich am Telefon

Jetzt haben Betrüger offenbar versucht, die Umfrage für sich zu nutzen – und zwar so: Eine Dame aus Massen hat am Mittwoch einen Anruf bekommen. Am anderen Ende der Leitung meldete sich eine Frau und behauptete von sich, eine Mitarbeiterin des Bürgerservice der Stadt Unna zu sein. Im folgenden Gespräch versuchte die Person der Dame dann weiß zu machen, dass sie den Fragebogen nicht ausfüllen bräuchte, der Bürgerservice würde persönlich bei ihr vorbeikommen. Die Vermutung liegt nahe, dass hierdurch eine Straftat vorbereitet werden sollte und die Angerufene dann den angeblichen Mitarbeitern der Stadt freimütig die Tür öffnet. Diese Masche, dass ein Anrufer oder eine Anruferin angebliche Mitarbeiter einer Behörde, eines Stromanbieters oder auch der Polizei ankündigt, ist auch aus anderen Betrugsmaschen, wie dem Enkeltrick bekannt.

Stadt: „Wir schicken niemanden vorbei!“

Die Stadt Unna weist ausdrücklich darauf hin, dass sie die Fragebögen weder persönlich bei den Teilnehmenden vorbeibringt, noch persönlich abholt. Seitens der Stadt wird nun geprüft, ob Strafanzeige gestellt wird.

Die Befragung wird vorwiegend online durchgeführt. Für den Zugang zur Befragung wird auf der Internetseite des durchführenden Instituts ein entsprechender Link installiert, der über die Homepage der Stadt Unna www.unna.de zu erreichen ist. Das Anschreiben enthält das persönliche Passwort, mit dem sich die Teilnehmenden über den Link in die Befragung einloggen können. Die Befragung erfolgt anonym. Es wird an keiner Stelle und zu keinem Zeitpunkt eine Verknüpfung von Personendaten und Angaben im Fragebogen hergestellt, auch nicht zur Adresse oder dem Namen. Es ruft niemand von der Stadt deswegen an.

Über den Autor
1982 in Dortmund geboren. Abi in Holzwickede, Journalistik-Studium wieder in Dortmund. Seit 2013 Redakteur beim Hellweger Anzeiger. Freut sich über die spannende Herausforderung, den Wandel eines Traditionsverlags hin zu einem modernen, familiengeführten Multimedia-Unternehmen zu begleiten.
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