Andreas Amberger vom Lauf Team Unna läuft mit quietschbuntem Shirt für den guten Zweck. © Schürmann

Andreas Amberger bestreitet nach Corona-Erkrankung Ultraläufe für den guten Zweck

Eine Corona-Erkrankung bremste ihn Ende 2020 aus. Jetzt ist er wieder voll da: Andreas Amberger vom Lauf Team Unna läuft für den guten Zweck. Am Ziel ist er aber noch lange nicht.

Seit nunmehr zehn Jahren bestreitet Andreas Amberger fast wöchentlich Ultraläufe. Der gebürtige Lüner, der auch schon für den SuS Oberaden aktiv gewesen ist, startet seit 2016 für das Lauf Team Unna – und geht auch für den Unnaer Verein am liebsten bei Ultraläufen an den Start, also Strecken von mehr als 42 Kilometern.

„Beim Marathon konnte ich ab einem gewissen Zeitpunkt nichts mehr reißen. Da habe ich mich nicht mehr auf den vordersten Plätzen wiederfinden können. Also habe ich beschlossen: Jetzt fange ich mit den längeren Läufen an“, sagt Andreas Amberger, wie er zum Ultraläufer wurde. Sein längster Lauf war die Tortour de Ruhr 2018 mit einer Länge von 230 Kilometern. „Das ist reine Kopfsache“, meint der 56-Jährige.

Spendenläufe? „So etwas können wir auch“

Im vergangenen Jahr sind leider einige Veranstaltungen pandemiebedingt weggebrochen. Trotzdem hat Andreas Amberger an so manchem – auch virtuellen – Spendenlauf teilgenommen. Immer mit an seiner Seite: Lauffreundin Gabi Droste. „Auf diesen Spendenläufen ist dann die Idee entstanden, dass wir so etwas doch auch im Lauf Team Unna organisieren könnten“, sagt Amberger.

Beim Lauf Team Unna waren sie begeistert von Ambergers Idee. „Wir haben uns dann mit dem Ehepaar Rebbert (Kinderkrebshilfe) und Heike Schwiertz (Kinder- und Jugendhospizverein) in Verbindung gesetzt, die wir mit diesen Spenden gerne unterstützen wollten“, so Amberger weiter.

400 Euro für die Kinderkrebshilfe und den Kinderhospizverein

Auf einer eigens dafür angelegten Homepage sucht Andreas Amberger auch weiterhin Sponsoren, die ihn auf seinen Läufen unterstützen. Zusammengekommen sind bislang schon Spenden in Höhe von mehr als 400 Euro. Jeweils 200 gingen an die Kinderkrebshilfe und an das Kinder- und Jugendhospiz in Königsborn.

Andreas Amberger (M.) übergibt jeweils 200-Euro-Checks an (v.l.) Dieter und Monika Rebbert sowie Heike Schwiertz. © Schürmann © Schürmann

Monika und Dieter Rebbert engagieren sich seit 20 Jahren für die Kinderkrebshilfe in Unna. „Besser geht‘s nicht. Das Spendenaufkommen ist bei uns leider zurzeit ein wenig reduziert. Daher sind wir umso glücklicher, dass Andreas auch in dieser Zeit läuft“ sagt Monika Rebbert, die mit ihrem Ehemann auch vor einiger Zeit noch im Lauf Team Unna aktiv war.

Corona bremste Andreas Amberger aus – aber nur kurz

Auch Heike Schwiertz vom Kinder- und Jugendhospizverein Unna ist mehr als froh: „Wir haben einige Menschen und Firmen, die spenden. Aber Andreas ist der einzige, der sich dafür sportlich betätigt.“ Und Dieter Rebbert ergänzt: „Das ist eine klasse Aktion. Viele Menschen denken nur noch an Corona, aber auch Kinderkrebs gibt es weiterhin. Das darf man nicht vergessen.“

Dabei wurde Andreas Amberger bei seinem Vorhaben selbst durch Corona ausgebremst. Ende des vergangenen Jahres infizierte sich der vierfache Großvater mit dem Virus. „Ich habe zum Glück nicht so viel gemerkt. Das Schlimme ist: Ich kann die Füße so schlecht stillhalten“, sagt Amberger mit einem Lachen.

Andreas Amberger sucht weitere Sponsoren und Mitstreiter

Im Januar fing er langsam wieder mit dem Laufen an. Erst drei Kilometer, dann vier, später fünf. Amberger steigerte sich immer weiter. Inzwischen legt er wieder Ultralauf-Distanzen hin. Zuletzt ließ er es am Vatertag in Menden aber ruhiger angehen; hier bestritt er einen Halbmarathon.

Auf den Strecken, die sich Andreas Amberger aussucht, fällt er auf jeden Fall auf. Schließlich trägt er – zumindest im Zieleinlauf – immer ein buntes Shirt, das er extra für seine Aktion anfertigen ließ. In mehrfacher Ausführung: Die Shirts gibt es auch zu kaufen. „Ich verkaufe die Shirts für 30 Euro. 5 Euro davon fließen sofort auf das Spendenkonto“, sagt Amberger. Mit seinen Spendenläufen ist er noch nicht am Ziel. Er will weiter für den guten Zweck laufen und hofft auf noch mehr Sponsoren und Läufer, die es ihm gleichtun. Denn: „Jeder Cent zählt.“

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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