Auch Niklas Kuropka - hier gegen den Hammer SC am Ball - ist ein Kamener Urgestein. Er darf sich jetzt auf die Rückkehr eines Mitspielers freuen. © Neumann
Handball

VfL-Urgestein kehrt motiviert zurück: „Ich stehe wieder voll im Saft“

So eine lange Auszeit hat noch kein Handballer genommen. Aber Corona bremst halt alle aus. Ein Urgestein des VfL Kamen hat allerdings die Zeit genutzt und steht vor seinem Comeback.

Im November 2019 erlitt Steven Vogt im Auswärtsspiel beim TV Beckum eine schwere Knieverletzung. Diagnose: Knorpelschaden im linken Knie. Nach eineinhalb Jahren hofft das Urgestein der Handballer des VfL Kamen auf die Rückkehr in die Sporthalle – und hat sich dabei selbst große Ziele gesteckt.

„Für mich persönlich ist die lange Pause eigentlich gar nicht so schlecht“, meint Steven Vogt im Gespräch mit unserer Redaktion im Hinblick auf den seit Oktober unterbrochenen Spielbetrieb. Aufgrund der Corona-Situation haben auch die Landesliga-Handballer aus der Sesekestadt seit knapp einem halben Jahr kein Handballtraining mehr absolvieren können, halten sich derzeit individuell fit.

Der 29-Jährige nutzte das große Zeitfenster, um seine Regeneration weiter voranzutreiben.

Nach Knorpelschaden fiel Steven Vogt monatelang aus

Über zehn Monate lang war Vogt zum Zeitpunkt des letzten Pflichtspiels der Kamener bereits ausgefallen. „Kurz vor dem zweiten Lockdown im Oktober war ich gerade wieder ein bisschen ins Hallentraining eingestiegen. Mit unserem Trainer Uwe Nitsch hatte ich die Verabredung, dass ich bis Januar wieder einsatzfähig sein wollte“, berichtete Vogt, der bereits seit Januar 2012 für den VfL aufläuft.

Rückraumspieler Steven Vogt will nach seiner Verletzung wieder beim VfL Kamen anpacken.
Rückraumspieler Steven Vogt will nach seiner Verletzung wieder beim VfL Kamen anpacken. © Archiv © Archiv

Die andauernde Aussetzung des Spielbetriebs nutzte der Rückraumspieler für sich persönlich, um seine schwere Knieverletzung weiter auszukurieren und sich körperlich wieder auf die Höhe zu bringen. Voller Zuversicht blickt er mittlerweile einem Re-Start in der Kamener Koppelteichsporthalle entgegen – wann auch immer genau der sein wird: „Ich stehe wieder voll im Saft. Wenn es wieder losgeht, werde ich so mitmachen können wie alle anderen auch“, hat sich Vogt für eine mögliche Spielzeit 2021/2022 viel vorgenommen.

VfL Kamen bestritt nur ein Match in der Landesliga

Der VfL Kamen war durch eine Wildcard-Regelung nach dem ersten Corona-Lockdown im April 2020 in die Landesliga aufgestiegen. Das erste und einzige Saisonspiel dort wurde am 4. Oktober mit 30:29 gegen die SG Ruhrtal gewonnen, ehe der Spielbetrieb erneut eingestellt wurde.

Mit der Rückkehr in die Landesliga schließt sich für Steven Vogt der Kreis beim VfL Kamen. Schon in seiner ersten Spielzeit für den Verein war der Mittelmann in der Landesliga am Start, ehe es zeitweise nach mehreren Abstiegen bis in die Kreisliga zurückging.

Neben ihm haben auch Moritz Keck und Niklas Kuropka beim VfL alle Höhen und Tiefen der letzten Jahre in der ersten Mannschaft ohne Unterbrechung mitgemacht. Gemeinsam mit einem verjüngten und ehrgeizigen Kader bleibt das Ziel auch in einer erhofften Saison 2021/2022 das gleiche: „Das wird sich nicht groß vom letzten Jahr unterscheiden: Wir wollen uns schnell in der Liga etablieren und uns im Mittelfeld einpendeln“, so Vogt.

Für sich persönlich hat er sich nur eins vorgenommen: Nach über einem Jahr Verletzungspause will er endlich selbst wieder voll angreifen.

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Redaktion Lokalsport
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Thorsten Teimann
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