RWU-Kapitän Christoph Gnatowski (r.) ist bereit für den SuS Oberaden - und sieht sein Team als Underdog. © Landsiedel
Fußball

RW Unna will kein Favorit sein: Christoph Gnatowski fiebert Top-Spiel gegen SuS Oberaden entgegen

Für RW Unna wird das Duell gegen den SuS Oberaden richtungsweisend. Vor dem Gegner hat der Kapitän der Kreisstädter aber eine gehörige Portion Respekt - und will deshalb auch nur ungern Favorit sein.

In der Kreisliga A2 haben die Fußballer von RW Unna einen Top-Start hingelegt, stehen noch ungeschlagen auf Tabellenplatz zwei hinter dem Kamener SC. Am Sonntag kommt es zum Top-Spiel gegen den SuS Oberaden, der seinen Ansprüchen bislang hinterherläuft. Rang fünf ist für die ambitionierten Bergkamener deutlich zu wenig. Wenn es nach RWU-Kapitän Christoph Gnatowksi geht, wird das Duell „ein richtungsweisendes Spiel“.

Vor der Partie (Anstoß 15 Uhr, ETS-Stadion Süd) verrät der 31-Jährige, weshalb es bei seinem Team derzeit so gut läuft und warum er aber nicht glaubt, dass sein Team gegen Oberaden der Favorit ist.

RW Unna hat mit Verletzungssorgen zu kämpfen

Zuletzt steuerte Gnatowski beim klaren 4:1-Erfolg gegen die Reserve des SuS Kaiserau noch ein Tor selbst bei und musste dann wenige Minuten später ausgewechselt werden. Nach einem Zweikampf ging es nicht mehr weiter. Gnatowksi: „Ich habe Probleme mit dem Oberschenkel, aber das sollte bis Sonntag gelöst sein. Ich gehe davon aus, dass ich spielen kann“, ist die wichtigste Nachricht vorweg.

Bisher gab es für RW Unna viele Gründe zu jubeln. © Landsiedel © Landsiedel

RWU wird seinen erfahrenen Kapitän brauchen in dem Spiel. Denn: Die junge Mannschaft der Kreisstädter ist derzeit – wie viele andere Teams auch – von einigen Verletzungssorgen gebeutelt. Einige Spieler fallen sogar monatelang aus. „Doch wir schaffen es aktuell, das ganz gut zu kompensieren, selbst wenn uns mal sechs oder sieben Spieler fehlen“, so Gnatowksi.

Noch dazu komme der gute Teamgeist innerhalb der Mannschaft, sodass es gerade einfach gut läuft. „Die Jungs sind alle sehr wissbegierig und nehmen sich dem an, was Kulle (Patrick Kulinski, RWU-Trainer, Anm. d. Red.) und ich als Kapitän sagen. Und die können alle gut Fußball spielen.“ Allen voran: Neuzugang Mansour Yousofi, der in dieser Saison schon bei sieben Ligatreffern steht. „Mit ihm hatten wir einen echten Glücksgriff“, so Gnatowski weiter.

Großer Respekt vor dem SuS Oberaden

Vor dem kommenden Gegner hat der Unnaer Spielführer aber eine gehörige Portion Respekt: „Ich würde nicht behaupten, dass wir in der Favoritenrolle sind. Oberaden hatte ganz andere Gegner zum Auftakt, sie haben schon gegen den Kamener SC gespielt. Und was die für einen Kader haben, ist schon stark. Trotzdem wollen wir natürlich versuchen, die drei Punkte einzufahren. Und dann sehen wir, wo unsere Reise vielleicht hinführt.“

Von der Meisterschaft oder dem Aufstieg will der 31-Jährige nicht sprechen. „In unserer Liga hat man jetzt schon häufiger gesehen, dass jeder jeden schlagen kann. Wir müssen realistisch bleiben, da wir gegen die ganzen Top-Gegner erst noch spielen. Wir haben uns nicht das Ziel gesetzt, aufzusteigen.“

Über den Autor
Volontär
Jahrgang 1992. Geboren und aufgewachsen in Unna. Kennt den Kreis Unna wie seine Westentasche, hat in seinem Leben aber noch nie eine Weste getragen. Wollte schon als Kind Sportreporter werden und schreibt seit 2019 für Lensing Media über lokale Themen - auch über die Kreisgrenzen hinaus.
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Marcel Schürmann

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