Die beiden Klubs TSC Kamen und Kamener SC spielten in der abgelaufenen Saison noch gemeinsam in einer Liga. © Palschinski

Re-Start in Kamen: Beim KSC kribbelt’s – und der TSC will klare Linien

Der Kamener SC und der TSC Kamen sehnen sich den Re-Start herbei. Beim Spitzenreiter der Kreisliga kribbelt’s schon, während sich der TSC Kamen klare Leitlinien herbeiwünscht.

Die beiden Fußballvereine Kamener SC und TSC Kamen teilen sich die Sportanlage an der Gutenbergstraße. Dabei befindet sich der Türkische SC bereits dort, wo der Kamener SC noch hin will: in der Bezirksliga. Und in der noch laufenden Corona-Saison sieht’s für den Spitzenreiter der Kreisliga A2 ziemlich gut aus.

„Es kribbelt bei mir schon enorm“, blickt KSC-Geschäftsführer Bernd Schimanski freudig dem Re-Start entgegen. „Da wir uns aktuell mit der ersten Mannschaft mitten im Titelrennen befinden, wäre es schon super, wenn die Saison gewertet werden würde. Unsere Spieler sind heiß auf die noch ausstehenden Spiele.“ Auf überkreislicher Ebene soll der Spielbetrieb ab dem 2. Mai wieder losgehen. Auf Kreisebene soll der Ball womöglich schon Ende April wieder rollen.

Freut sich auf den Re-Start und eine hoffentlich erfolgreiche Saisonwertung: Geschäftsführer Bernd Schimanski vom Kamener SC. © Neumann © Neumann

Eine vierwöchige Vorbereitungszeit sei aus Schimanskis Sicht völlig ausreichend. „Super ist es aber schon, dass die Kinder unter 14 Jahren wieder mit dem Training beginnen können“, sagt er. „Die Ansteckungsgefahr auf den Sportplätzen ist aus meiner Sicht nicht so groß wie in vielen anderen Bereichen.“

Auch Nail Kocapinar, der Coach vom Platz-Nachbarn TSC Kamen, findet die Pläne für die Wiederaufnahme der Saison in Ordnung, sagt aber: „Man sollte von Beginn an klare Linien schaffen. Insbesondere in den höheren Klassen, wenn zum Beispiel in den Kreisen Dortmund und Unna oder auch anderen Kreisen unterschiedliche Inzidenzwerte sind. Das halte ich für sehr wichtig.“

Zum Hintergrund: Während des Spielbetriebs im Spätsommer 2020 durften Fußballspiele im Kreis Unna wegen eines zu hohen Inzidenzwerts plötzlich nicht mehr ausgetragen werden, während in anderen Kreisen munter weitergespielt werden durfte. „Ansonsten freuen wir uns, wenn wir wieder auf den Platz dürfen“, so nochmals Kacapinar.

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Redaktion Lokalsport
67er Jahrgang aus dem Herzen Westfalens. Lokaljournalist durch und durch, seit über 25 Jahren mit dem geschärften Blick auf das Sportgeschehen zwischen Lippe und Ruhr.
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Thorsten Teimann