Ein Neuzugang des FC Overberge will den Klub in absehbarer Zeit schon wieder verlassen. © Neumann
Fußball

Nur Zwischenstation: Rückkehrer beim FC Overberge plant bereits den nächsten Schritt

Der FC Overberge steht vor einem Umbruch im Sommer. Bei diesem soll auch einer helfen, der zuletzt auf Landesliga-Niveau trainierte - aber gar nicht lange zu bleiben plant.

Im Sommer wird sich das Erscheinungsbild der ersten Mannschaft des FC Overberge gehörig verändern. Zehn Spieler brechen auf zu neuen Ufern, das Trainerduo Sönmez/Grahl wird durch Recep Alkan und Damian Glombik ersetzt, die Abgänge durch Jugendspieler und externe Neuzugänge aufgefangen. Einer dieser Neuen plant allerdings, den Klub in absehbarer Zeit schon wieder zu verlassen.

Leon Ojo spielt ab dem Sommer wieder für seinen Jugendklub FC Overberge. Der 20-Jährige hatte sich im vergangenen Jahr zunächst abgemeldet, um sich auf die zeitintensive Ausbildung zu konzentrieren: „Ich mache gerade mein Fachabitur und die Ausbildung zum elektrotechnischen Assistenten.“

Ganz auf Fußball verzichtete Ojo in der Zeit nicht, er hielt sich beim Landesligisten TuS Wiescherhöfen fit. Offenbar hinterließ der Offensiv-Spieler einen guten Eindruck, denn sowohl der TuS als auch der eine oder andere Bezirksligist bemühten sich um Ojo – der jedoch gab dem A-Ligisten FC Overberge seine Zusage.

Leon Ojo trägt ab dem Sommer das Trikot des FC Overberge.
Leon Ojo trägt ab dem Sommer das Trikot des FC Overberge. © FC Overberge © FC Overberge

Für Ojo heißt es also Kreisliga A statt Landes- oder Bezirksliga. Das hat aber gute Gründe, wie der 20-Jährige versichert: „Erstens kenne ich Damian (Glombik, Co-Trainer, Anm. d. Red.) schon gut aus meiner Zeit in der Jugend bei Westfalia Rhynern und zweitens habe ich jetzt ein Jahr kein Spiel gemacht. Da muss ich erstmal wieder reinkommen.“

Auch der Weg Overberges, vermehrt auf junge Spieler zu setzen, sagt Ojo zu: „Das ist ein gutes Konzept. Die Jungs kenne ich auch fast alle, das wird Spaß machen.“

Leon Ojo wird für Overberge auf dem eingeschlagenen Weg aber wohl lediglich eine Art Abschnittsgefährte sein. Der 20-Jährige plant den FCO nur als eine Zwischenstation ein: „Ich möchte in Zukunft höher spielen. Das geht aktuell nicht, weil die Schule zu viel Zeit kostet, um beispielsweise drei oder vier Mal die Woche zu trainieren. Aber in ein, zwei Jahren will ich den nächsten Schritt gehen.“

„Der Aufstieg wäre schön“

Eine deutliche Ansage von Ojo, die aber zu seiner selbstbewussten Art passt. Denn auch für die kommende Saison mit Overberge hat er klare Ziele: „Der Aufstieg wäre schön. Wir müssen aber schauen, wie die neu zusammengestellte Truppe harmoniert, deshalb würde ich einen Platz unter den ersten fünf anpeilen.“

Um dieses Ziel zu erreichen, wird Ojo seine Stärken einbringen. „Ich bin ein klassisches Kampfschwein“, findet der 20-Jährige, „ich komme sehr über den Körper“. Mit einer Höhe von 1,88 Metern könne er auch im Kopfballspiel punkten, zudem sei er trotz seiner Größe schnell im Antritt.

Das macht ihn flexibel einsetzbar: „Ich kann eigentlich alles spielen. Ob es nun auf der Sechs, der Zehn, auf dem Flügel oder als Spitze ist – der Trainer soll mich einfach da aufstellen, wo ich der Mannschaft am besten helfen kann.“

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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