Ein heimischer Stürmer aus der A-Kreisliga kann sich derzeit nicht über Angebote für die neue Saison beklagen. © dpa

Kreisliga-Stürmer (29) überrascht: Anfragen über Anfragen kommen rein

Eigentlich hat der Kreisliga-Stürmer in der vergangenen Woche nur seinen Abschied von seinem Verein verkündet. Seither hagelte es Anfragen über Anfragen.

Tore werden immer gebraucht, wenn es um den Titel oder gegen den Abstieg geht. Und da sucht so manch ein Verein immer einen torgefährlichen Stürmer, ein Knipser ist immer gefragt. Und der hat erst jüngst seinen Abschied bei einem A-Kreisligisten verkündet.

Oliver König verlässt den Traditionsverein RW Unna im Sommer. Der 29-jährige Angreifer, der in einer Saison immer für 15 bis 20 Tore gut ist, wird sich dem B-Kreisligisten TuS Hemmerde anschließen. Doch seitdem der Unnaer seine künftigen Absichten bekannt gegeben hat, hagelt es Anfragen über Anfragen. „Ich fühle mich geehrt, damit hatte ich nicht gerechnet“, sagt er.

Sechs Vereine bekunden Interesse an einer Verpflichtung

Schon am Tag nach der Berichterstattung unserer Sportredaktion klingelte das Handy. „Seither haben sich sechs Vereine – sogar aus der Bezirksliga – bei mir gemeldet, die mich gerne verpflichtet hätten, künftig ihr Trikot zu tragen“, freut sich König über das große Interesse. Aber: „Ich habe jedes Mal dankend abgelehnt.“

Oliver König stürmte schon zu Bezirksliga-Zeiten für RW Unna – wie hier im Match gegen den SV Drensteinfurt. © Archiv © Archiv

Besonders geehrt fühlte sich Oli König über das Angebot, als Sportlicher Leiter den weiteren Weg eines Verein mitzugestalten. „So etwas kann ich mir gewiss irgendwann einmal vorstellen“, gab es auch hier zunächst eine Absage. „Aber noch möchte ich Fußball spielen.“

Stürmer Oliver König kann nur unregelmäßig trainieren

„Ich habe mir ja im Vorfeld schon Gedanken gemacht, warum ich sportlich etwas kürzer treten möchte“, erklärt der Kicker seine Pläne. Beruflich als Studioleiter eines Fitnessstudios in Dortmund gefordert, bleibt nicht immer die Zeit für ein regelmäßiges Training. Deshalb geht’s im Sommer eine Klasse tiefer.

Daran hat auch die Tatsache nichts geändert, dass der eine oder andere mit Geld gewunken habe. „Das war nie mein Hauptanreiz, um irgendwo Fußball zu spielen“, begründet der Stürmer. „Geld hat in meinen Augen in diesen Ligen nichts zu suchen“, ist er der festen Überzeugung. „Es ist ja schon gang und gäbe, dass Amateurfußballer der Landes- und Bezirksliga so viel verdienen wie ein Zweitliga-Handballer.“

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Redaktion Lokalsport
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Thorsten Teimann